„Glee“-Darsteller Mark Salling ist tot

Im März hätte der 35-Jährige eine Haftstrafe wegen Kinderpornografie antreten sollen

Mark Salling
FOX

Mark Salling, der zwischen 2009 und 2015 in der TV-Serie „Glee“ den wortkargen Footballspieler Noah „Puck“ Puckerman spielte, ist tot. Medienberichten zufolge soll der 35-Jährige Selbstmord begangen haben. Zuletzt war Salling wegen des Besitzes von Kinderpornografie in die Schlagzeilen geraten.

Der Glee-Star „versuchte das Beste, seine Fehler wiedergutzumachen“, sagt sein Anwalt

Sallings Anwalt Michael Proctor bestätigte den Tod seines Klienten diversen amerikanischen Medien. „Ich kann bestätigen, dass Mark Salling heute Morgen gestorben ist“, so der Anwalt. „Mark war ein sensibler und liebevoller Mensch, eine Person von großer Kreativität, die sein Bestes versuchte, seine großen Fehler und Fehlurteile wiedergutzumachen“, so Proctor.

Wie US-Medien berichten, habe eine Polizeiquelle erklärt, dass sich der 35-Jährige in der Nähe eines Flussbettes in Tujunga, einem Stadtviertel von Los Angeles, erhängt habe. Die Polizei untersuche den Fall als Suizid. Offiziell bestätigte das LAPD nur, dass Salling seit 3 Uhr morgens als vermisst gemeldet worden sei.

Im Oktober bekannte sich Mark Salling wegen des Besitzes von Kinderpornografie schuldig

Im Oktober hatte sich Mark Salling wegen des Besitzes von Kinderpornografie schuldig bekannt. Im Jahr 2015 waren bei dem Schauspieler Fotos gefunden worden, die Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren zeigten. Insgesamt soll sich der 35-Jährige mehr als 50.000 Bilder und Videos mit kinderpornografischem Inhalt heruntergeladen haben.

Seine damalige Freundin hatte ihn laut Medienberichten angezeigt, nachdem sie das Material entdeckt hatte. Das Strafmaß gegen den Schauspieler sollte am 7. März verkündet werden. Salling machte mit der Staatsanwaltschaft einen Deal, der die Strafe von zwanzig Jahren auf vier bis sieben Jahre Haft reduzierte. Ihm wurde zudem auferlegt, jedem Opfer rund 50.000 US-Dollar zu zahlen.

Der Suizid von Mark Salling ist nicht der erste Todesfall in der „Glee“-Crew: Im Jahr 2013 starb der kanadische Schauspieler Cory Monteith, der in der Serie Finn Hudson spielte, an einer Überdosis von Alkohol und Heroin. Seine Leiche wurde in einem Hotel in Vancouver gefunden. Der Gerichtsmedizin zufolge gab es keine Anzeichen für einen Selbstmord, der Tod von Monteith sei ein „tragischer Unfall“ gewesen.