Zwei Grindr-Dates vergewaltigt: Schuldsprüche in Schottland

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer ihre Dates zum Sex gezwungen hatten

Justitia
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In Schottland wurden zwei Männer schuldig gesprochen, weil sie zwei Männer vergewaltigt haben, die sie über die Dating-App Grindr kennengelernt haben.

Der Anklage zufolge sollen der 28-jährige Mohammed Khan und ein 17-jähriger Slowake Anfang November einen 30-Jährigen über die Dating-App kennengelernt und einvernehmlichen Sex gehabt haben. Nachdem sie damit fertig waren, drückte Khan den Mann an die Wand, während ihn der 17-Jährige von hinten vergewaltigte. Einige Tage später trafen sich die beiden Angeklagten mit einem 20-jährigen Studenten. Diesen zwangen sie, mit Khan Oralsex zu haben.

Die Männer waren auch wegen Raubes und Körperverletzung angeklagt

Und das sind nicht die einzigen Verbrechen, denen die beiden Männer beschuldigt werden. Gemeinsam mit zwei weiteren 20-jährigen Angeklagten sollen einen 40-Jährigen bedroht, verletzt und versucht haben, ihn auszurauben.

Einer der 20-Jährigen und der Slowake trafen sich im August mit dem 40-Jährigen für Sex. Als sie in einem Glasgower Industriegelände waren, tauchte der zweite 20-Jährige auf. Sie beschimpften den Mann und forderten ihn auf, ihnen sein Geld zu geben.

Das Urteil wird Mitte Mai bekanntgegeben

Das Opfer konnte davonrennen: „Sie haben versucht, mich einzufangen, kämpften und schlugen mich“, erinnerte sich der 40-Jährige in lokalen Medien: „Der Slowake hatte ein großes Stück Holz mit einigen Nägeln. Er hat mich auf meinen Arm geschlagen und meinen Ellbogen zertrümmert. Er musste operiert und eine Stahlplatte eingesetzt werden.“

Nach dreistündiger Beratung sprachen die Geschworenen Khan und den 17-jährigen Slowaken schuldig. Sie werden in die Datenbank für Sexualstraftäter eingetragen – wie lange, das entscheidet sich bei der Urteilsverkündung am 17. Mai.