Udo Walz kritisiert Öffnung der Ehe in Deutschland

Udo Walz
udowalz.de

Seit 2017 können schwule und lesbische Paare in Deutschland heiraten. Widerstand gegen die Öffnung der Ehe gab es vor allem aus konservativen Kreisen. Einer von jenen, die sich bis heute nicht damit abgefunden haben ist Udo Walz – offen schwuler Promi-Friseur und CDU-Mitglied.

Die Lebenspartnerschaft reicht Walz, um Erbschaftssteuer zu sparen

„Wir haben vor zehn Jahren unsere Partnerschaft beglaubigen lassen. Mir reicht das. Ich finde, dass nur ein Mann und eine Frau heiraten sollten, wenn sie eine Familie gründen wollen“, erklärte Walz nun der Bild-Zeitung. Seit mehr als 25 Jahren lebt der 74-Jährige mit dem 26 Jahre jüngeren Carsten Thamm-Walz zusammen, 2008 sind sie eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen.

Und auch das hat Walz nicht ganz freiwillig getan. „Ich könnte jetzt sagen, dass der Staat mich dazu zwingt“, sagte er kurz vor seiner Verpartnerung: „Hört sich vielleicht ein bisschen übertrieben an, aber letztlich sehe ich keine andere Möglichkeit, meinen Freund finanziell abzusichern.“

Denn: „Ich werde auf jeden Fall früher gehen als Carsten, das ist klar. Und deshalb möchte ich vorsorgen, damit er nicht so viel Erbschaftssteuer zahlen muss“, so der Coiffeur damals zur B.Z. Damals erklärte er auch, dass das Paar keine Eheringe tragen werde: „Wirkt an meinem Finger einfach nicht. Aber dafür lade ich Carsten zum Flittern nach Paris ein“, so Walz. Stattdessen gab es idente Armreifen von Cartier, die nun beide tragen.

„Heiraten hat mit Kindern und Fortpflanzung zu tun“, so der Promi-Friseur

Seine Ablehnung zur Öffnung der Ehe hat Udo Walz übrigens bereits in der Vergangenheit öffentlich gemacht. „Auch wenn ich mir jetzt Feinde schaffe: Ich finde, zwei Männer können nicht heiraten. Heiraten hat ja auch mit Kindern und mit Fortpflanzung zu tun“, erklärte er beispielsweise 2004 im deutschen Fernsehen.

Seit 2005 ist Walz CDU-Mitglied. Im Wahlkampf 2013 unterstützte er aktiv Bundeskanzlerin Angela Merkel, die einer Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare sowie einem gemeinsamen Adoptionsrecht ablehnend gegenüberstand.