Gabalier freut sich auf den Jubiläums-Tuntenball

Glückwünsche kommen auch vom Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl

Tuntenball-Plakat 2019
RosaLila PantherInnen

Der Grazer Tuntenball feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum – und erinnert in diesem Zusammenhang, wie sich die Situation für sexuelle Minderheiten in dieser Zeit verbessert hat. Passend dazu lautet das Motto für den Ball am 23. Februar „Scandal – 30 Years of Diversity“.

Vor 30 Jahren war die Situation für offen lebende Schwule eine andere

Denn vieles, was heute für Lesben, Schwule oder Transpersonen selbstverständlich scheint, war zur Zeit des ersten Tuntenballs 1989 unerreichbar. Es war die Zeit, als die Immunschwächekrankheit Aids viele Opfer gefordert hat und schwule Männer fast ihren gesamten Freundeskreis sterben sehen haben. Homosexualität war in Österreich unter bestimmten Bedingungen gesetzlich verboten.

Doch eine Gruppe schwuler Männer wollte die Isolation durchbrechen und plante ein Fest von Schwulen für Schwule – und deren Freunde. Es sollte an einem gut sichtbaren Ort stattfinden – denn verstecken wollte sich niemand von ihnen. So entstand vor 30 Jahren in der Mensa der Uni Graz der Grazer Tuntenball.

Promis freuen sich auf den Tuntenball – und sogar der Bundespräsident gratuliert

Heute tummeln sich jede Menge prominenter Persönlichkeiten zu diesem atemberaubenden Ereigniss um Grazer Congress. Und dem entsprechend gibt es auch jede Menge Gratulanten für den Jubiläumsball. Unter ihnen ist auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

„Der Grazer Tuntenball ist jetzt ein großer und anerkannter Charityevent mit fantasievoller Lust am ‚Anderssein‘ mitunter auch schrill und glamourös. Unsere Gesellschaft wurde damit gleicher, offener, freier und menschlicher gemacht“, gratuliert der erste Mann im Staat den Machern des Balles, den RosaLila PantherInnen.

Und auch Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz und sonst kein Verfechter der Gleichstellung sexueller Minderheiten, findet lobende Worte: „In drei Jahrzehnten hat sich für homosexuelle und transgender Mitbürgerinnen und Mitbürger gesellschaftlich viel zum   Positiven verändert, was dem Engagement und der seriösen Informationsstrategien sehr   vieler oft ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu danken ist“, erklärt der ÖVP-Politiker.

Gabalier mag den Ball, auf dem man „ganz wild und verrückt“ tanzen kann

Gratulationen zum Jubiläum kommen auch aus der Showbranche. „Auch wenn man mal ganz wild und verrückt tanzt, man wird auf diesem Ball nicht gleich schief angesehen“, freut sich beispielsweise Profi-Tänzer Willi Gabalier schon auf den 23. Februar.

Und auch Entertainer Alfons Haider, der sich seit Jahren für den Tuntenball engagiert, freut sich schon auf das Großevent im Grazer Congress. „Der Tuntenball ist für mich neben dem Wiener Life Ball das wichtigste Ereignis der LGBTI Community in Österreich. Ein Erlebnis, bei dem sich Gleichgesinnte, Sympathisanten, Verwandte und Freunde die Hand reichen und leben und dabei Jahr für Jahr eine Botschaft nach außen senden“, verrät der 61-Jährige.