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Köln bekommt Ampelpärchen zum CSD

Anlässlich des 50. Jahrestags der Stonewall Riots werden die Schablonen montiert

Ampelpärchen
Manfred Werner/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Auch Köln soll zum Christopher Street Day (CSD) schwule, lesbische und heterosexuelle Ampelpärchen bekommen. Das bestätigt nun ein Sprecher der Stadt Köln. Zuvor waren entsprechende Versuche immer abgelehnt worden.

„Aktuell wird für den Zeitraum des CSD der temporäre Einsatz von solchen Schablonen mit Symbolen gleichgeschlechtlicher Paare vorbereitet“, bestätigt Jürgen Müllenberg vom Presseamt der Stadt dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Rund um den Heumarkt werden die Pärchen montiert

Wie ein Sprecher der Stadt Köln bestätigte, bekommen insgesamt 20 Ampeln am Heumarkt rund um das Maritim-Hotel und die KVB-Haltestellen anlässlich des CSD die Ampelpärchen. Die Parade wird dort vorbeiziehen. Wie lange die Schablonen in Köln auf den Ampeln bleiben werden, stehe noch nicht fest.

Entsprechende Vorstöße hat es in den letzten Jahren immer wieder gegeben. Doch die Stadt Köln hat sich bis jetzt geweigert, „Regenbogenampeln“ zu installieren. Noch im Dezember hatte Verkehrsdezernentin Andrea Blome eine entsprechende Initiative aus Gründen der Verkehrssicherheit abgelehnt. Ampeln mit gleichgeschlechtlichen Paaren entsprächen weder der Straßenverkehrsordnung noch den Richtlinien für Lichtsignalanlagen, so die CDU-nahe Kommunalpolitikerin damals.

Mit den Ampelpärchen gedenkt die Stadt Köln dem 50. Jahrestag der Stonewall Riots

Anlass für den Kurswechsel ist nach Angaben der Stadtverwaltung das 50-jährige Jubiläum des Stonewall-Aufstands in New York, bei dem sich Transsexuelle, Lesben und Schwule gegen Polizeiwillkür wehrten. Dem entsprechend steht der CSD in der Domstadt dieses Jahr auch unter dem Motto „50 Years of Pride – Viele. Gemeinsam. Stark!“ Der Kölner CSD, der heuer von 5. bis 7. Juli stattfindet, ist eine der größten Veranstaltungen der queeren Community in Europa.

Die ersten Ampelpärchen wurden 2015 in Wien anlässlich des Eurovision Song Contest installiert – und sie sind gekommen, um zu bleiben: Mittlerweile gibt es 120 Ampelpärchen in Wien, ein eigener Shop verkauft sogar Souvenirs mit den Figuren. Einer Studie zufolge sorgen sie auch für mehr Verkehrssicherheit.

Die Idee setzte sich durch, andere Städte wie Madrid, Canberra, Linz, Salzburg, Hamburg, München, Flensburg oder Frankfurt/Main folgten dem Wiener Beispiel, wenn auch teilweise nur zeitweise begrenzt.