Mittwoch, 28. Februar 2024
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Als „schwule Sau“ beschimpft: Jens Spahn erstattet Anzeige

Hier sind die Corona-Gegner zu weit gegangen

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Weil er den offen schwulen Gesundheitsminister Jens Spahn während eines Wahlkampftermins lautstark als „schwule Sau“ beschimpft haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln wegen Beleidigung gegen einen 39-jährigen Mann.

Einer der Corona-Gegner soll Spahn beschimpft haben – vor der Polizei

Der Vorfall geschah während eines Auftritts von Spahn im Rahmen des Gemeindesratswahlkampfes in Nordrhein-Westfalen am 29. August in Bergisch-Gladbach. Eine Gruppe von Gegnerinnen und Gegnern der Corona-Maßnahmen hat den Minister bei dieser Gelegenheit ausgepfiffen und beschimpft.

Darunter soll auch der 39-Jährige gewesen sein. Nachdem Beamte die Beschimpfung hörten, erstatten sie Strafanzeige. Damit die Staatsanwaltschaft bei einer Beleidigung ermitteln kann, muss aber zusätzlich noch der Geschädigte einen Strafantrag stellen, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln.

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Das ist nun geschehen: Der Sprecher bestätigte einen Bericht der Bild-Zeitung, dass Spahn wegen des Vorfalls Strafantrag gestellt habe. Bevor entschieden wird, ob der 39-Jährige vor Gericht kommt, bekommt er nun auf dem Kölner Polizeipräsidium die Gelegenheit, sich zu dem Vorwurf zu äußern.

Sollte es zu einer Verhandlung kommen, was nach Angaben der Boulevardzeitung wahrscheinlich ist, drohen ihm zumindest eine Geldstrafe oder maximal ein Jahr Haft.

„Brüllen und Beleidigen ist keine Demokratie“

Spahn war bei dem Vorfall in Bergisch-Gladbach von den Gegnern seiner Corona-Politik lautstark als „Penner“ oder „Wichser“ beschimpft worden. Eigenen Angaben zufolge wurde Spahn von den Demonstrantinnen und Demonstranten auch bespuckt. Nach dem Vorfall betonte der einzig offen schwule deutsche Minister, es sei nachvollziehbar, wenn Menschen unterschiedliche Sichtweisen auf die Pandemie hätten.

„Wichtig ist, dass wir dabei gesprächsfähig bleiben“, so Spahn: „Miteinander diskutieren, das ist Demokratie. Brüllen und beleidigen ist es nicht.“ Er betonte auch, dass die Gegendemonstranten nicht für die Mehrheit der Bürger stünden, die „trotz mancher Härten“ in der Corona-Krise zusammenstünden und mithülfen. 

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