Donnerstag, 30. Mai 2024
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Ex-Pastor überfallen und ermordet: Prozess beginnt am 8. April

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Mord vor

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Der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder des Berliner Seelsorgers Reinhold Zuber soll am 8. April vor dem Landgericht Berlin beginnen. Das hat eine Sprecherin des Gerichts der Bild-Zeitung bestätigt.

Am Tatort wurden DNA-Spuren gefunden, die zu den Verdächtigen führten

Der 77-Jährige wurde am 4. Juli 2020 von besorgten Nachbarn in seiner Wohnung in der Thomasiusstraße in Berlin-Moabit tot aufgefunden. Wie die Obduktion ergab, starb er „durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper“. In der Nachbarschaft war der ehemalige Geistliche, der offen schwul lebte und öfter junge Männer mit nach Hause brachte, beliebt.

Sein Geld verdiente er nebenbei mit Kunsthandel, in einem Fenster seiner Erdgeschoßwohnung hängte er als „offene Ausstellung“ Kunst auf. Schon bald vermutete die Polizei, dass es sich bei der Tat um einen Raubmord handeln könnte. Zwei Monate nach der Tat konnten der 24 Jahre alte Constantin C. und der 21-jährige Vandam G. in Rumänien verhaftet werden. Ihre DNS-Spuren waren in der Wohnung des Toten gefunden worden.

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Seit ihrer Auslieferung sitzen die Tatverdächtigen in Untersuchungshaft

Wie die Ermittlungen ergaben, hatte Zuber den vorbestraften Constantin C. bereits 2018 in einer einschlägigen Bar kennengelernt haben. Die Männer sollen eine enge intime Beziehung eingegangen sein, der ehemalige Pastor soll den jungen Mann auch finanziell großzügig unterstützt haben – die Rede ist von 40.000 Euro für ein Haus in Rumänien.

Der Staatsanwaltschaft zufolge sollen die beiden jungen Männer Reinhold Zuber am 1. Juli 2020 überfallen, misshandelt und getötet haben. Der Anklage zufolge hatten sie gehofft, in der Wohnung Bargeld und wertvolle Kunstgegenstände zu finden. Die Anklage lautet auf Mord. Seit ihrer Auslieferung nach Deutschland sitzen sie in Berlin in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen schweigen sie, für sie gilt die Unschuldsvermutung.