Jens Spahn denkt, er wäre ein guter Vater

Der deutsche Gesundheitsminister spricht über Familienplanung und seinen Glauben

Jens Spahn und Daniel Funke
Jens Spahn/Twitter

In einem Interview mit der deutschen Illustrierten Bunte hat sich der offen schwule Gesundheitsminister Jens Spahn erneut über eine mögliche Elternschaft geäußert. “Ich denke, wir wären gute Eltern”, so der 41 Jahre alte CDU-Politiker. Eine konkrete Familienplanung gebe es aber nicht, sagt er der Illustrierten, “aber wenn, dann bald, wir werden ja auch nicht jünger”. 

Seit zwei Jahren ist er mit dem Burda-Lobbyisten Daniel Funke verheiratet

Spahn ist seit 2017 mit dem ein Jahr jüngeren Journalisten Daniel Funke verheiratet, der bis 2019 Leiter des Berliner Bunte-Büros war. Seit zwei Jahren ist er Hauptstadt-Büroleiter der Burda Magazine Holding. In dieser Position soll der Ehemann des Ministers “Beziehungen zu wichtigen Interessensvertretern aus allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen etablieren”. 

Das erste Mal hat sich Spahn im September 2018 gegenüber der Illustrierten Gala über seinen Kinderwunsch gesprochen: Damals hatte er gesagt, sich prinzipiell vorstellen zu können, mit Funke zusammen ein Kind aufzuziehen – damals war das Thema aus Zeitmangel allerdings nicht aktuell.

Spahn versucht, sein Privatleben und seine Beziehung mit Funke so weit wie möglich aus den Schlagzeilen zu halten. Allerdings sorgte vor wenigen Monaten in Deutschland ein Immobiliengeschäft des Ehepaars für Schlagzeilen: Das Ehepaar hat sich im Berliner Nobelviertel Dahlem eine Luxusvilla gekauft – angeblicher Kaufpreis: Vier Millionen Euro. 

„Mein Glaube ist tief in mir verankert“

In dem Interview sprach Spahn auch über sein mitunter schwieriges Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche. “Mein Glaube ist tief in mir verankert”, so der Gesundheitsminister. Allerdings sei ihm gerade als schwuler Mann bewusst, dass die Kirche “in ihrer langen Geschichte auch viele Fehler” gemacht habe. 

Dazu gehört für Spahn auch das Segnungsverbot für gleichgeschlechtliche Paare: “Es gibt Priester, die Meerschweinchen und Motorräder segnen. Aber zwei sich liebende, gläubige Menschen, die sich einen Segen wünschen für ihr Versprechen, lebenslang füreinander da zu sein, werden von der Kirche zurückgewiesen”, ärgert sich der CDU-Politiker. 

Das führe aber nicht dazu, “dass ich mich von meinem Glauben und der Kirche abwende”, betont Spahn in dem Bunte-Interview.