Die Wiener Community trauert um Wolfgang Kratky

Er hat die Community maßgeblich mitgestaltet und gefördert

Symbolbild: Kerze
Symbolbild - Fotolia/saukul

Ein engagierter Kämpfer für die Wiener LGBTI-Community ist tot: Wie die LMC Vienna am Sonntag mitgeteilt hat, ist Wolfgang Kratky im Alter von 51 Jahren gestorben. Neben seinem Engagement für die Fetisch-Community hat er sich auch für queere Geflüchtete eingesetzt.

Kratky hat die Wiener Fetischszene „maßgeblich mitgestaltet und gefördert“

„Durch sein großes Engagement im Verein und aktives Mitwirken in der lokalen Fetischszene hat er diese über die letzten Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet und gefördert“, so die LMC Vienna in ihrem Nachruf. Für den Verein war er auch ehrenamtlich als Finanzreferent im Vorstand.

Auch sonst hat sich Kratky für die LGBTI-Community eingesetzt. Besonders am Herzen lag dem erfahrenen Coach und Prozeßbegleiter dabei Queer Base, die bekannteste Anlaufstelle für LGBTIA+-Flüchtlinge in Österreich. 

Engagement bei Queer Base, Kampagne gegen Hass auf LGBTI

Gemeinsam mit Freunden aus der LMC Vienna hat er auch eine Kampagne gegen Hass auf sexuelle Minderheiten ins Leben gerufen, in Zusammenarbeit mit Organisationen wie der HOSI Salzburg oder der Türkis Rosa Lila Villa.

Außerhalb der Community war Kratky unter anderem seit 2006 Generalsekretär von beratungsgruppe.at – einem gemeinnützigen Netzwerk von Trainer:innen, Coaches und Berater:innen, die in der Erwachsenenbildung tätig sind. 

Wolfgang Kratky hinterlässt eine große Lücke

Der Schwerpunkt dieser Initiative liegt dabei auf sozial- und bildungsbenachteiligten Zielgruppen wie Migrant:innen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Daneben hatte er seine eigene Beratungsfirma, success communication.

Das Fehlen von Wolfgang Kratky wird nicht nur bei denen, mit denen er zusammengearbeitet hat, eine große Lücke hinterlassen, sondern auch bei seinen Freunden, Bekannten und Mitstreitern. Die Wiener Community hat mit ihm einen ihrer engagiertesten Mitstreiter verloren.