Mittwoch, 17. April 2024
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Ukrainische LGBTI-Aktivistin bei russischem Bombenangriff getötet

Die Aktivistin „Eli“ Schtschemur wurde nur 21 Jahre alt

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Die ukrainische LGBTI-Aktivistin Elvira „Eli“ Schtschemur ist tot. Sie starb im Alter von 21 Jahren während der Bombardierung des Stadtzentrums von Charkiw durch russische Truppen. Das teilte die KharkivPride am Donnerstag auf Facebook mit. Trauerbekundungen kamen auch von der KyivPride und der Tbilisi Pride.

Schtschemur hat sich freiwillig für die Verteidigung von Charkiw gemeldet

Die Jus-Studentin hatte sich freiwillig für den Dienst im lokalen Verteidigungsbüro gemeldet. Bei einem Angriff in Charkiw, der mit 1,5 Millionen Einwohnern zweitgrößten Stadt der Ukraine, sind Behördenangaben zufolge 21 Menschen getötet worden. Offiziellen Angaben zufolge sollen mindestens 500 Zivilist:innen in der Stadt bei Angriffen ums Leben gekommen sein. Die Ukraine wirft Russland vor, gezielt Zivilist:innen anzugreifen, was Moskau bestreitet.

In dem Nachruf heißt es, Schtschemur sei eine Aktivistin und Patriotin gewesen. Sie habe sich an vielen Aktionen und demokratischen Veranstaltungen in Charkiw beteiligt. „Zusammen mit Elya sind wir bei drei KharkivPrides und drei Women’s Solidarity Marches gelaufen. Elya war aktiv an Menschenrechtsinterventionen und Pride-Auftritten beteiligt“, so das Pride-Team.

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„Wenn sie lächelte, lächelten alle zurück“

Dabei habe sie nicht nur das Team der KharkivPride inspiriert, sondern alle Freiwilligen in der Umgebung: „Die Menschen folgten ihr in ihren Kampf für Freiheit und Gleichheit. Und wenn sie lächelte, lächelten alle zurück.“ Besonders aktiv war sie bei Menschenrechts-Themen und Pride-Veranstaltungen.

Elvira Schtschemur war eine der ersten Aktivist:innen der KharkivPride, die sich beim lokalen Verteidigungsbüro gemeldet hatte: „Sie war mutig und entschlossen. Eine Patriotin und eine Heldin. Und so werden wir uns ihrer erinnern und sie niemals vergessen.“

Beileidsbekundungen auch aus Kiew und Tiflis

Auch die KyivPride, bei der Schtschemur ebenfalls als Freiwillige engagiert war, erinnerte an die 21-Jährige. „Ruhe in Frieden Eli und alle jene, die durch die Hände russischer Faschisten gestorben sind“, heißt es aus der Hauptstadt Kiew.

Das Team der KharkivPride sprach ihren Angehörigen ihr Beileid aus und bot ihnen ihre Hilfe an, auch die Tbilisi Pride kondolierte den Angehörigen auf Facebook.

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