Aus Schwulenfeindlichkeit: Zwei Männer auf St. Pauli verprügelt

Nun sucht die Polizei nach möglichen Zeug:innen

Sujetbild: Blaulicht eines Polizeiautos
Sujetbild - Adobe Stock

Auch in Hamburg hat es an diesem Wochenende einen schwulenfeindlichen Angriff gegeben: Wie das Mannschaft -Magazin berichtet, wurden zwei Männer im Stadtteil St. Pauli zunächst homophob beleidigt und dann geschlagen. Die Verdächtigen konnten unerkannt entkommen.

Die beiden Opfer wurden von einer Männergruppe angesprochen

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, kurz nach Mitternacht: Die beiden Männer, 26 und 31 Jahre alt, gingen die Taubenstraße entlang, als sie ohne ersichtlichen Grund von einer vier- bis sechsköpfigen Männergruppe angesprochen und schwulenfeindlich beleidigt wurden.

Anschließend schlug ein Mann aus der Gruppe den 31-Jährigen. Dieser stürzte daraufhin und verletzte sich. Dann schlug die Gruppe auch seinen 26-jährigen Begleiter. Die beiden Männer konnten in Richtung Davidstraße flüchten. Auf der Davidwache erstatteten sie Anzeige. Die mutmaßlichen Angreifer konnten unerkannt entkommen. Über die Schwere der Verletzungen der Opfer gibt es keine Angaben

Verdacht eines Hassverbrechens von der Polizei bestätigt

Gegenüber Mannschaft hat die Hamburger Polizei mittlerweile bestätigt, dass „durch die getätigten Äußerungen der mutmaßlichen Tätergruppierung an die beiden Männer der Verdacht einer homophoben Motivation besteht“. Die weiteren Ermittlungen führt deshalb das Fachkommissariat für politisch motivierte Kriminalität des Hamburger Staatsschutzes.

Die ermittelnden Beamt:innen bitten Zeug:innen, die Beobachtungen zum Vorfall gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern gemacht haben, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter +49/(0)40/4286-56789 oder einem Hamburger Polizeikommissariat zu melden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine Gruppe von Männern mit südländischem Erscheinungsbild, die zwischen 20 und 28 Jahren alt sein könnten.