Sonntag, 14. April 2024
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Affenpocken-Infektionen in Berlin gehen stark zurück

Zuletzt nur mehr drei Fälle pro Woche - doch die Gefahr ist noch nicht vorbei

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Gut fünf Monate, nachdem es in Berlin die ersten Affenpocken-Fälle gegeben hat, scheint sich die Lage in der deutschen Hauptstadt zu beruhigen. Das geht aus der Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor – doch noch ist es zu früh, um Entwarnung zu geben.

Die Zahl der gemeldeten Infektionen geht stark zurück

So wurden vom RKI bis zum 1. November in ganz Deutschland 3.670 Affenpocken-Fälle registriert. Einen Großteil davon, insgesamt 1.670, hat es in Berlin gegeben. Doch während zu Spitzenzeiten in der deutschen Hauptstadt mehr als 200 Infektionen pro Woche gemeldet wurden, sind es seit September nur mehr Einzelfälle – letzte Woche nur mehr drei. 

Ein Grund dafür ist, dass in Berlin bereits seit Mitte Juli Risikogruppen gegen Affenpocken geimpft werden. Dazu gehören neben medizinischem und Laborpersonal auch Männer, die Sex mit verschiedenen Männern haben. Bis jetzt wurden fast 13.000 Impfungen verabreicht, wie es aus der zuständigen Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung heißt. 

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Das Impfprogramm ist in Berlin voll angelaufen

Etwa neun von zehn Impfungen seien Erstimpfungen, heißt es gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Diese Impfungen würden bereits einen guten Basisschutz bieten, so die Ständige Impfkommission (Stiko). Sie empfiehlt deshalb, die Zweitimpfung erst dann nachzuholen, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. 

Affenpocken: Die wichtigsten Fragen und Antworten

In Berlin liegt der Anteil von Zweitimpfungen gegen Affenpocken bei 22 Prozent – und damit über dem Bundesdurchschnitt. Der Senatsverwaltung zufolge bestehe in der Hauptstadt keine „konkrete Mangellage“ an Impfstoff mehr. Allerdings hatte die Nachfrage lange das Angebot überstiegen.

Doch Grund zur Beruhigung geben diese Zahlen nicht: Der Ausbruch sei noch nicht vorbei, warnt das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) auf seiner Website. Und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erst letzte Woche entschieden, Affenpocken weiter als weltweiten Gesundheitsnotstand einzustufen.

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