Donnerstag, 30. Mai 2024
HomeSportFußballKeine "One Love"-Binde: Rewe kündigt Partnerschaft mit dem DFB

Keine „One Love“-Binde: Rewe kündigt Partnerschaft mit dem DFB

"Skandalöse Haltung der FIFA nicht akzeptierbar"

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Das sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei der Weltmeisterschaft in Katar dem Druck der FIFA gebeugt hat und auf die “One Love”-Kapitänsbinde verzichtet, hat nun in Deutschland Konsequenzen: Lionel Souque, Konzernchef des Handelsriesen Rewe hat angekündigt, deshalb mit sofortiger Wirkung die Werbepartnerschaft mit dem DFB zu beenden. 

Rewe distanziert sich von der Haltung der FIFA und den Aussagen von Präsident Infantino

“Die skandalöse Haltung der FIFA ist für mich als CEO eines vielfältigen Unternehmens und als Fußballfan absolut nicht akzeptabel”, so der Firmenchef. Man wolle sich von der Haltung er FIFA und den Äußerungen ihres Präsidenten Gianni Infantino distanzieren, heißt es aus der Kölner Konzernzentrale. 

Der DFB hat am Montag mitgeteilt, dass er – genauso wie andere europäische Mannschaften – bei der Weltmeisterschaft auf die “One Love”-Binde verzichten wird. Grund dafür waren Sanktionen, die der Weltfußballverband FIFA angekündigt hatte, wenn die Teams nicht mit der vorgeschriebenen Binde auflaufen.

- Werbung -

Rewe-Chef: „Wir stehen ein für Diversität – und auch Fußball ist Diversität“

Deshalb werde man – besonders im Kontext der Weltmeisterschaft – ab sofort auf die Werberechte aus dem bestehenden Vertrag verzichten, so Souque: “Wir stehen ein für Diversität – und auch Fußball ist Diversität.” Das derzeit bei Rewe erhältliche WM-Sammelalbum werde ab sofort gratis abgegeben, die Kosten dafür trage das Unternehmen. Den bisherigen Erlös aus dem Album werde man vollständig spenden. 

Der deutschen Nationalmannschaft und allen Spielern wünscht Rewe trotz dieses Schritts ausdrücklich viel Erfolg für die Weltmeisterschaft. “Wir stehen an eurer Seite und fiebern mit euch mit!”, betont Souque. 

Rewe hatte dem DFB bereits im Oktober mitgeteilt, den langjährigen Partnerschaftsvertrag nicht fortzusetzen – damals noch ohne inhaltliche Verbindung zur umstrittenen Weltmeisterschaft. Nach den aktuellen Entscheidungen der FIFA stelle der Konzern den Vertrag mit dem DFB aber ab sofort ruhend, heißt es in Köln. Dies habe das Unternehmen dem DFB bereits mitgeteilt.