Freitag, 1. März 2024
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Unken Pride: 200 Teilnehmende feiern Vielfalt im Pinzgau

Wenn man an Pride-Paraden denkt, geht es meistens um große Städte. Dass es auch anders geht, hat das kleine Bergdorf Unken im Salzburger Pinzgau am Wochenende erneut erfolgreich bewiesen.

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Die Geschichte der Unken Pride beginnt im Juni 2021, als in der 2.000 Einwohner zählenden Gemeinde im Pinzgau eine Regenbogenfahne, die am Kirchturm gehisst wurde, nach gerade einmal sechs Tagen gestohlen wurde

„Wir sind queer und wir sind hier“

„Wir dachten als Antwort darauf, gut ein Regenbogen verschwindet, da tauchen plötzlich hunderte mehr auf. Im Sinn von wir sind queer und wir sind hier“, dachte sich daraufhin Initiator Florian Niederseer. Und nur zwei Monate, im August 2021, fand die erste Unken Pride statt, am Samstag gab es nun die zweite Ausgabe.

Am Samstag war es wieder soweit: Mit einem Regenbogen-Traktor zogen etwa 200 Teilnehmende ab 14.00 Uhr quer durch Unken – mit viel Unterstützung durch die Bevölkerung. Firmen und Privatpersonen ließen auch Regenbogenfahnen von ihren Fenstern und Balkonen wehen und zeigten so, dass Diversität und Liebe aller Art auch am Land geschätzt werden.

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Einige Zaungäste marschierten spontan mit

Ein starkes Zeichen in einer kleinen Gemeinde, in der es auf jede einzelne Person ankommt. Im Laufe des Umzugs entschlossen sich sogar einige Einwohner:innen von Unken, die die Parade zunächst von der Straße aus beobachtet haben, mitzugehen und so ihre Unterstützung mit der Community zu zeigen.

Schon die Durchführung der Pride in Unken war eine wichtige politische Botschaft. „Besonders am Land machen es Pride-Paraden und Menschen, die daran teilnehmen, leichter für andere, sich zu outen“, erklärt dazu Cornelia Wittmann von der HOSI Salzburg.

„Ihr seid alle Regenbogenbotschafter:innen“

Doch es war nicht die einzige Botschaft, die die Teilnehmenden hatten: Wie auch bei ihren großen Geschwistern forderte auch die Unken Pride unter anderem ein Verbot von „Konversionstherapien“, Schutz vor Diskriminierung und komplette Gleichstellung. 

Unter den Teilnehmenden war Klaus Horvat-Unterdorfer, selbst Pinzgauer und Co-Bundessprecher der Grünen Andersrum. „Ihr alle die ihr hier seid, seid Regenbogenbotschafterinnen und -botschafter. Ihr seid Menschen, die sich selbst so akzeptieren wie sie sind und dadurch auch andere Menschen in all ihrer Vielfalt akzeptieren“, sagte er den Teilnehmenden: „Wir sind eine bunte und vielfältige Gesellschaft und brauchen Veranstaltungen wie diese in jedem Dorf.“

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