HomeNewsChronikSpanischer Priester und sein Partner zogen Viagra-Schwarzhandel auf

Spanischer Priester und sein Partner zogen Viagra-Schwarzhandel auf

Damit haben die Gläubigen der spanischen Kleinstadt Don Benito wohl nicht gerechnet: Ihr Priester soll im großen Stil mit Viagra und anderen Potenzmitteln gehandelt haben - gemeinsam mit seinem Lebenspartner.

Rund 37.000 Einwohner und sechs Priester gibt es in der spanischen Kleinstadt Don Benito in der Extremadura, einer Region im äußersten Westen des Landes. Nun ist es ein Geistlicher weniger.

Don Alfonso und sein Mann hehlten mit Viagra

Die Guardia Civil hat am Montag Don Alfonso, einen beliebten uns respektierten Geistlichen, und einen weiteren Mann wegen des illegalen Handels mit Potenzmitteln in Gewahrsam genommen. Bei dem zweiten Mann dürfte es sich um den Lebens- und Geschäftspartners des Priesters handeln.

Bei Durchsuchungen in der Pfarrei und der Wohnung der beiden Männer seien große Mengen Viagra, das in Spanien verschreibungspflichtig ist, sowie „andere starke Potenzmittel“ sichergestellt worden, so die Beamt:innen.

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Der Kundenstamm des Priesters ist stetig gewachsen

Auch andere Orte in Don Benito und der näheren Umgebung wurden durchsucht. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, weitere Festnahmen noch möglich, so die Guardia Civil. Allerdings gehe man davon aus, dass der Priester und sein Partner die Drahtzieher seien.

Wie die spanische Tageszeitung El Mundo berichtet, sei der Kundenstamm des Priesters stetig gewachsen. Zumindest ein Betroffener habe gegenüber den Behörden bereits zugegeben, bei den beiden Männern Potenzmittel gekauft zu haben.

Diözese entschuldigt sich für ihren Priester

In der Bevölkerung der Kleinstadt hat die Festnahme des beliebten Geistlichen Aufsehen ausgelöst. Aufgefallen war der schwunghafte Handel, weil eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Personen das Pfarrhaus besuchten. Der Priester glaubte offenbar, durch seine Stellung vor dem Verdacht gefeit zu sein.

Der Priester wurde mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt, er muss sich zwei Mal im Monat vor Gericht melden. Die zuständige Diözese von Plasencia bedauerte in einer Aussendung den „Skandal“, der „Schmerz und Leid“ verursache. Der Lebensgefährte des Priesters bleibt vorerst im Gefängnis.

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