Freitag, 19. April 2024
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Auch die Schweiz dürfte einen nicht-binären Act zum ESC nach Malmö schicken

Eigentlich sollte der Schweizer Act für den ESC 2024 erst am Donnerstag bekanntgegeben werden - doch eine Zeitung hat das Geheimnis vorzeitig gelüftet. Die Schweiz tritt mit einem nicht-binären Act an - bei dem auch eine alte Bekannte ihre Finger im Spiel hat.

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Am Montag tat der Schweizer Rundfunk SRF noch geheimnisvoll. „Am Donnerstag. 29.2.2024 wird der Vorhang gelüftet“, hieß es in einer Mitteilung über die Kandidatienpräsentation. Doch wenige Stunden später hatte das Boulevardblatt Blick offenbar das Geheimnis gelüftet – und titelte: „Nemo fährt für die Schweiz zum ESC“.

Nemo kommt aus Biel und ist in der Schweiz bekannt

Die Zeitung beruft sich dabei „auf mehrere unabhängige Quellen“ aus der Schweizer Musikszene und dem Umfeld des SRF. Der selbst nimmt zu den Gerüchten keine Stellung. Zumindest das Lied soll erst am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Gegensatz zu den letzten Jahren soll es aber keine Ballade sein.

Nemo ist 24 Jahre alt und kommt aus der zweisprachigen Stadt Biel. Der größte Erfolg in der Schweiz war das Dialektlied „Du“, das es 2017 bis auf den vierten Platz der Charts geschafft hat. Im Jahr 2021 nahm Nemo bei „The Masked Singer Switzerland“ teil und belegte als Panda den fünften Platz. Im März ist Nemo in der Schweizer Version von „Sing meinen Song“ zu sehen.

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Zuerst outete sich Nemo als pansexuell, dann als nicht-binär

Im Jahr 2022 outete sich Nemo auf Instagram als pansexuell, vergangenen November in einem Interview mit dem Tagesanzeiger  als nicht-binär. Das eigene Umfeld habe das Coming-out „superliebevoll“ aufgenommen: „Es war eine Erleichterung zu spüren, dass andere mich jetzt ähnlich sehen, wie ich mich selbst sehe, und dass sie es verstehen und respektieren.

Nemo lebt mittlerweile in Berlin. Mittlerweile sind die Lieder auf englisch, im November erschien der Song „This Body“. Es wird erwartet, dass auch der ESC-Titel auf englisch sein wird. Jemand, der schon jetzt auf den Schweizer Beitrag zählt, ist die Wienerin Teodora Špirić, die letztes Jahr im Duo Teya & Salena mit „Who The Hell is Edgar?“ für Österreich beim ESC teilgenommen hatte.

Für einen Einzug ins Finale muss sich die Schweiz im zweiten Semifinale qualifizieren – und damit auch gegen Österreich antreten. Die letzten drei Jahre hat die Schweiz den Finaleinzug spielend geschafft. Nemo wird übrigens nicht der einzige nicht-binäre Act beim Eurovision Song Contest in Malmö sein. Auch Irland schickt mit Bambie Thug einen nicht-binären Act.

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