Greift Diözese Rom bei schwulen Priestern durch?

Nach den reißerischen Enthüllungen des italienischen Nachrichtenmagazins „Panorama“ über das Doppelleben schwuler Priester in Rom will die zuständige Diözese nun härter durchgreifen.

Ein Doppelleben zwischen Messelesen und einem „unwürdigem Lebensstil“ könne nicht infrage kommen, zitiert die Nachrichtenagentur „Kathpress“ eine Erklärung des Vikariats vom Wochenende. Weiters heißt es, „Panorama“ wolle einen Skandal schaffen und den Klerus „insgesamt diskreditieren“.

Das Magazin, das zum Medienkonzern um Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehört, hat über Priester berichtet, die abends offen schwul auch innerhalb der Szene ausgehen. Ein Lockvogel brachte einen Priester sogar dazu, in der Soutane Sex mit ihm zu haben, und filmte dies heimlich mit.

„Wer ein solches Doppelleben führt, hat nicht verstanden, was katholisches Priestertum bedeutet, und hätte nie Priester werden sollen“, heißt es in der Erklärung weiter. Offenbar möchte der Vatikan diese Priester aus der Kirche drängen. Denn weiter heißt es, niemand zwinge die Männer, Priester zu bleiben und „nur von den positiven Aspekten“ ihrer Aufgabe zu profitieren. „Es wäre konsequent, dass sie aus der Deckung kämen. Wir wollen ihnen nichts Böses, aber wir können nicht akzeptieren, dass durch ihr Verhalten die Ehrenhaftigkeit aller anderen beschmutzt wird“.