Salzburg steht vor seinem ersten CSD-Wochenende

Nach Wien, Graz, Linz und Innsbruck bekommt nun auch Salzburg einen eigenen CSD. Was 1969 in der New Yorker Christopher Street begann, wird damit in der Salzburger Glockengasse fortgeführt.

Mit einem 4-tägigen Programm, das heute beginnt und am Sonntag endet, machen die Veranstalter des ersten Salzburger CSD auf die gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender aufmerksam. Gefeiert wird auch das 30jährige Bestehen und Engagement der HOSI Salzburg. Daneben gibt es teils international bekannte Show-Acts. Unterstützt wird der Salzburger CSD nicht nur von der HOSI Salzburg, sondern auch von den Salzburger Szenebars Finocchio und Zweistein.

Zu Beginn gibt es heute, Donnerstag, um 20.00 Uhr ein Open-Air-Kino. Gezeigt wird „Der Knochenmann“ bei freiem Eintritt, für die Verpflegung sorgt das „Finocchio“. An den beiden Haupttagen, Freitag und Samstag, beginnt der CSD um 14.00 Uhr, das Showprogramm startet jeweils eine Stunde später ab 15.00 Uhr. Und das Programm kann sich sehen lassen: Morgen tritt unter anderem die Jazz-Gitti auf, am Samstag ist eine der bekanntesten Berliner Gay-Ikonen zu Gast an der Salzach. Nina Queer, MTV-Masters-Moderatorin, schwule Kolumnistin und Wirtin der „Bar zum schmutzigen Hobby“ am Prenzlauer Berg bringt das Flair der großen Metropole nach Salzburg. Ausklingen lassen kann man den CSD-Tag nach den Veranstaltungen in der Glockengasse jeweils im Kultlokal „Zweistein“: Am Freitag bei einer „CSD Soirée“ mit Strippern, am Samstag mit einer Schlagerparty.

Am Sonntag endet der erste Salzburger CSD – wie es sich gehört – zünftig mit einem Frühschoppen. Hier sind die „Schwuhplattler“, Bayerns bekannteste schwule Schuhplattlergruppe, zu Gast.