Australische Schwimmerin beleidigt Schwule

Mitten ins Fettnäpfchen ist die australische Schwimmerin Stephanie Rice gestiegen.

Nachdem die australische Rugby-Mannschaft das südafrikanische Team besiegt hat, twitterte Rice: „Suck on that faggots. Probs the best game I’ve ever seen!! Well done boys“ – was wohl keiner Übersetzung bedarf. Die australische Tageszeitung „Daily Telegraph“ berichtete von dieser homophoben Entgleisung – und riss damit einen Sturm der Entrüstung los.

Der offen schwule Ex-Rugby-Spieler Ian Roberts hält den Tweet für „unentschuldbar“: „Sie ist ein Idiot. Und jeder, der sie als Athletin unterstützt, ist genauso ein Idiot. Und das sage ich mit einem sehr traurigen Unterton. Was für ein Trottel. Und wenn ihre Sponsoren nichts unternehmen, sind sie auch Trottel.“

Das hat sich ihr Hauptsponsor, die Automarke Jaguar, offenbar zu Herzen genommen. Mark Eedle, in Australien für das Marketing von Jaguar zuständig, bestätigte Medien gegenüber, dass der erst im Februar dieses Jahres abgeschlossene Vertrag beendet wurde und Rice den im Vertrag inkludierten Luxuswagen zurückgeben muss.

Rice rechtfertigt sich: „Ich habe den Kommentar auf Twitter letzte Nacht in der Aufregung des Augenblicks geschrieben“, sagte sie der Zeitung. Mittlerweile hat sie den beanstandeten Tweet wieder gelöscht – und sich entschuldigt: „Ich wollte niemanden beleidigen“, versichert die 22-Jährige dreifache Goldmedailliengewinnerin.

Unterstützung bekommt sie dafür vom offen schwulen Turmspringer Matthew Mitcham. Er verteidigt seine Kollegin: „Ich weiß, dass sie nicht homophob ist, weil wir gute Freunde sind. Es war nur eine extrem unglückliche Wortwahl.“