Homo-Heiler haben eigene iPhone-App

Für Aufregung sorgt eine iPhone-App, die von einer berüchtigten Homo-Heilergruppe herausgegeben wird. Exodus International behauptet, Menschen „von Homosexualität befreien“ zu können.

Mit ihrer Gratis-App wollen sie „eine nützliche Quelle für Männer, Frauen, Eltern, Schüler und Gottesdienstleiter“ bilden. Apple hat die Altersgrenze für das Programm mit „4+“ festgelegt, was heißt, dass es aus deren Sicht keinen zweifelhaften Inhalt enthält

Mittlerweile sehen das aber mehr als 19.000 besorgte Menschen anders. In einer Kampagne, die von der Organisation „Truth Wins Out“ organisiert wird, fordern sie Apple auf, die App von Exodus zu entfernen.

„Die Botschaft von Exodus ist hasserfüllt und bigott. Sie benutzen Einschüchterungen, Desinformation, Stereotypen und Verzerrungen lesbischwulen Lebens, um Klienten zu gewinnen.“, heißt es in einer Petition. „Sie befürworten den Gebrauch der sogenannten ‚reperativen Therapie‘, um die sexuelle Orientierung ihrer Kunden zu ‚ändern‘ – ungeachtet dessen, dass diese Form der ‚Therapie“ von jeder größeren professionellen medizinischen Organisation abgelehnt wird“.

Apple erlaubt im App Store keine rassistischen oder antisemitischen Apps. „Trotzdem gibt es einer App grünes Licht, die sich an verwundbare junge Lesben und Schwule richtet, mit der Botschaft, dass ihre sexuelle Orientierung ein „Sünde“ sei, „die dein Herz krank macht“. Für die Initiatoren der Petition misst Apple hier mit zweierlei Maß.

Geht es allerdings um Applikationen mit schwulem Inhalt, ist Apple nicht so tolerant: So musste die Dating-Plattform „Grindr“ ihre Nutzungsbedingungen drastisch verschärfen, um nicht aus dem App Store zu fliegen. Und MobileRomeo, die erste iPhone-App für GayRomeo, wurde aus dem App Store geschmissen, nachdem sich ein User über zu viel nackte Haut beschwert hat.

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