Apple entfernt „Homo-Heiler-App“

Die Proteste gegen die iPhone App einer selbsternannten Homo-Heilergruppe haben offenbar Wirkung gezeigt: Apple hat die App kommentarlos aus dem Store entfernt.

Die App von „Exodus International“ war seit 15. Februar gratis erhältlich. Der Einstufung von Apple zufolge enthielt sie keine kritischen Inhalte, sie wurde für User ab vier Jahren freigegeben. Inhalt der App waren auch ein Video über die Organisation oder Gebete der Gruppe, die behauptet, Lesben und Schwule durch eine spezielle „Therapie“ von ihrer Homosexualität heilen zu können. Diese Methode wird aber von allen führenden Psychologen und medizinischen Organisationen als Scharlatanerie abgetan.

Damit zeigen die Proteste von mehr als 150.000 Usern, die eine Online-Petition unterschrieben haben, offenbar Wirkung. Auch sämtliche große Medien haben über den Fall berichtet – jetzt hat Apple die Konsequenzen gezogen. Eine offizielle Stellungnahme gibt es von dem Konzern aus Cupertino nicht.

Für Alan M. Chambers, Präsident von „Exodus International“ hat über Twitter einen ersten Kommentar zur Löschung seiner App abgegeben. Diese sei „extrem enttäuschend“. Dann versucht er, seine Hass-App mit Bürgerrechten zu rechtfertigen: „Passt auf, es kann auch euch passieren.“, gefolgt vom Hashtag „#freedom“.

Das bekannte Lesben- und Schwulenrechtsblog „Box Turtle Bulletin“ sieht das aber anders: „Apple hat die Freiheit zu entscheiden, welche Apps sie gerne in ihrem App Store verfügbar machen wollen. Das ist Freiheit.“

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