Dienstag, 28. Mai 2024
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Evangelische Kirche im „Bündnis gegen Homophobie“

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Eine gute Nachricht für den heutigen Karfreitag, den höchsten protestantischen Feiertag: Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg ist dem „Bündnis gegen Homophobie“ beigetreten. Damit ist sie die erste Glaubengemeinschaft, die an dem vom Berliner Lesben- und Schwulenverband intitiierten Bündnis teilnimmt.

Superintendent Carsten Bolz erklärte, dass die Leitung der Kirche bereits im Sommer 1991 erstmals zugegeben hatte, dass „auch die christliche Kirche eine erhebliche Mitschuld“ an der Ausgrenzung von Lesben und Schwulen habe. „Es ist uns seither ein Anliegen, gegen Homophobie einzutreten und gegen Homophobie einzutreten und sie auch in den eigenen Reihen zu überwinden“, so Bolz. Er betonte weiters, Homosexualität sei weder sündhaft noch krankhaft, sondern Ausdruck menschlicher Sexualität.

Das „Bündnis gegen Homophobie“ wurde nach mehreren Überfällen mit homophobem Hintergrund ins Leben gerufen. Mittlerweile gehören ihm über 30 Verbände, Vereine und Firmen an, darunter auch der Deutsche Fußballbund, die Deutsche Bank, Coca-Cola oder die Berliner Polizei. Unterstützt wird es unter anderem vom Berliner Senat und Bürgermeister Klaus Wowereit. Ziel des Bündnisses ist es, gemeinsam gegen jede Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung einzutreten und Zeichen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen zu setzen.