‚radicalqueer‘ organisiert Busreise zur Budapest Pride

Auch heuer wird die Gruppe „radicalqueer“ einen Bus für die Anreise zur Budapest Pride am 7. Juli organisieren. In der Planung der sicherheitsrelevanten Punkte wurde sie dabei von der HOSI Wien unterstützt.

In den letzten Jahren musste der Marsch durch die Budapester Innenstadt unter massivem Polizeischutz stattfinden. Gleichzeitige Kundgebungen von rechtsnationalen und klerikalen Gruppen sowie steinewerfende Gegendemonstranten stellten eine massive Gefahr für die friedlichen Teilnehmer der Budapest Pride dar.

So wurde die Parade durch ein Spalier von Polizei und Tretgittern geschleust, um Angriffe auf die Parade selbst verhindert werden. Trotzdem kam es im Vorjahr nach dem Verlassen des geschützten Bereichs auch zu Angriffen auf österreichische Parade-Teilnehmer.

Deshalb hat Österreichs älteste Lesben- und Schwulenorganisation in einem Gespräch mit dem Außenministerium unter anderem auch die Sicherheit der österreichischen Teilnehmer bei der Budapester Parade diskutiert.

Die Botschaft in Budapest ist über die Anwesenheit österreichischer Teilnehmer bei der Parade informiert. Sie hat die ungarischen Sicherheitsbehörden ersucht, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen auch für die Österreicher zu treffen. In den letzten Jahren hat der Sicherheitsplan der Polizei großflächige gewalttätige Angriffe verhindert.

Trotzdem wird die österreichische Botschaft in Budapest einen Notdienst einrichten, der auch am Wochenende rund um die Uhr erreichbar ist. Alle Teilnehmer, die zur Parade nach Ungarn fahren, erhalten die Namen und Telefonnummern der Kontaktpersonen auch über die HOSI Wien.

Wer mit dem Bus von radicalqueer zur Budapest Pride fahren möchte, wird ersucht, sich vorher per E-Mail anzumelden. Eine Infoveranstaltung mit Organisatoren der Budapest Pride findet am 23. Juni in Wien statt, ein Vorbereitungstreffen für die Anreise am 5. Juli. Details gibt es auf der Homepage von radicalqueer.

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