Muppets setzen sich für Homo-Ehe ein

Kermit und Miss Piggy haben ein Herz für Lesben und Schwule: Weil die US-Fastfood-Kette „Chick-Fil-A“ Organisationen unterstützt, die gegen die Homo-Ehe kämpfen, hat die Jim Hanson Company die Zusammenarbeit beendet.

Das Familienunternehmen, im Besitz einer Baptistenfamilie aus Georgia, hatte bis jetzt bei den Kindermenüs unter anderem Muppets-Puppen als Zugabe. Doch nun müssen die 1.600 Filialen darauf verzichten.

So wurde bekannt, dass die Eigentümer massenhaft homophobe Organisationen unterstützt haben. Allein im Jahr 2010 bekam die „Marriage & Family Foundation“ über 1 Million US-Dollar, das „Family Research Council“ erhielt ebenso 1.000 Dollar wie die selbsternannten Homo-Heiler von „Exodus International“.

„Chick-Fil-A“ Firmenchef Dan Cathy hat nicht einmal versucht, die Wogen zu glätten. Seine Antwort auf die Enthüllungen war ein simples „Schuldig im Sinne der Anklage“: „Ich denke, wir fordern ein Gottesgericht heraus, wenn wir ihm unsere Faust zeigen und sagen: Wir wissen besser als Du was eine Ehe ist!“, so Cathy. Er selbst bete um Gottes Vergebung für die Arroganz derjenigen, die die Ehe umdefinierten.

Den Erben von „Muppets“-Schöpfer Jim Hanson ging dieser offen zur Schau gestellte Fundamentalismus zu weit. Über Facebook machten sie klar: „Die Jim Hanson Company zelebriert und lebt Diversität und Miteinbeziehung seit über 50 Jahren, und wir haben Chick-Fil-A darüber informiert, dass wir mit ihnen bei zukünftigen Gelegenheiten nicht mehr zusammenarbeiten wollen. Unsere Geschäftsführerin Lisa Hanson ist persönlich eine starke Unterstützerin der Ehe-Öffnung von Lesben und Schwulen und hat uns angewiesen, die Zahlungen, die wir von Chick-Fil-A erhalten haben, [der schwul-lesbischen Organisation, Anm.] GLAAD zu spenden.“