[Galerie Update] 23 offen schwule und lesbische Sportler bei Olympia

Über London brennt das Olympische Feuer – und dieses Mal sind so viele offen schwule und lesbische Athleten dabei wie nie zuvor: Insgesamt 23 der 12.602 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen offen zu ihrer Homosexualität. Weiters gibt es zwei lesbische Trainerinnen, auch zwei Teilnehmer bei den Paralympics sind homosexuell.

Vor vier Jahren in Peking haben noch zehn offen schwule und lesbische Sportler teilgenommen. Damit hat sich die Zahl der Athleten, die zu ihrer sexuellen Orientierung stehen, mehr als verdoppelt. Auch, wenn die Dunkelziffer noch immer um ein vielfaches höher sein dürfte – offenbar gibt es einen Fortschritt. Doch es ist noch immer viel zu tun: Wäre nur ein Prozent der Olympia-Teilnehmer offen schwul oder lesbisch, würde diese Liste länger sein und 126 Namen tragen.

Vor allem Frauen scheinen mutiger zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen: drei schwule Athleten stehen siebzehn lesbischen Sportlerinnen entgegen. Besonders viele lesbische Teilnehmerinnen gibt es dabei beim Fußball: Drei Schwedinnen und eine US-Amerikanerin sind geoutet. Auch das niederländische Damen-Hockeyteam ist mit vier lesbischen Teilnehmerinnen eine der Speerspitzen des Regenbogensports. Und es gibt auch eine lesbische Beziehung bei den Olympischen Spielen: Die französischen Triathletinnen Carole Péon und Jessica Harrison sind ein Paar.

Bei den Herren ist der Reitsport offenbar ein guter Ort für geoutete Sportler: Mit dem Briten Carl Hester und dem Niederländer Edward Gal stehen zwei Dressurreiter zu ihrer Homosexualität. Angeführt wird die Liste der offen schwulen Sportler aber wohl vom australischen Turmspringer Matthew Mitcham, der in Peking eine Goldmedaille gewonnen hat.