Homophobe Gewalt in jeder vierten ponischen Schule

In einem Viertel der polnischen Schulen gibt es homophobe Gewalt. Das geht aus einer Studie hervor, die von der „Kampagne gegen Homophobie“ in Auftrag gegeben hat. Knapp 600 schwule und lesbische Jugendliche wurden dafür befragt.

Zwei Drittel der Befragten beklagten, dass im Umterricht nicht über Homosexualität und Homophobie gesprochen werde – und wenn doch, dann „vor allem im Religionsunterricht auf sehr negative Weise“, wie ein 19-Jähriger bei seiner Befragung erzählt.

Lehrer teilweise überfordert

Ganz anders sehen hingegen die polnischen Lehrer die Situation: Fast vier von fünf der 212 befragten Lehrer sagten, dass sie mit ihren Schülern auch über Homosexualität sprechen. Nur 15 Prozent der Pädagogen hatten ein Gewaltproblem gegen schwule und lesbische Schüler wahrgenommen.

„Obwohl es einige homophobe Stimmen unter den Lehren gab, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten eher hilflos vor diesem Problem stehen“, erklärt Studien-Autor Jan Swierszczak. An vielen Schulen sind Beleidigungen von Schwulen und Lesben an der Tagesordnung – meistens wird weggeschaut, hat die Studie festgestellt: „Wir schließen niemanden aus, aber wir ermutigen die Schüler nicht, ihr Anderssein zu zeigen“, resigniert eine Schuldirektorin in der Studie.