Montag, 15. April 2024
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15-Jähriger Schwuler erhängte sich nach Mobbing

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Der Selbstmord eines schwulen Teenagers erschüttert erneut die USA. Besonders tragisch: Der 15-jährige Jadin Bell aus Oregon wurde noch lebend gefunden – die Gehirnaktivität war aber schon so schwach, dass die Familie die Entscheidung treffen musste, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden.

Bereits am 19. Jänner hat sich Bell auf dem Spielplatz seiner Schule erhängt. Ein Passant entdeckte ihn und versuchte, ihn zu retten. Er wurde in ein nahes Kinderkrankenhaus gebracht. Doch dort konnte man nicht mehr viel für ihn tun. Vor wenigen Tagen entschied sich die Familie, die den Körper unterstützenden Maschinen abzuschalten.

Jaden Bell wollte nicht mehr in die Schule

Mehr als 200 Menschen, darunter viele Mitschüler, erinnerten sich bei einer Andacht, dass Bell wegen seiner Homosexualität ständigem Mobbing ausgesetzt war – in der Schule wie auch im Internet. Freunde berichten, er habe kurz vor seinem Selbstmordversuch noch seine Eltern gefragt, ob sie ihn zu Hause unterrichten könnten.

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„Er war anders, und sie neigen dazu, sich die herauszupicken, die anders sind“, so ein Freund der Familie zu den Medien. Dabei war Jadin Bell ein herzensguter Mensch: „Wenn es jemandem schlecht ging und er in den Raum kam und ein paar kurze Worte sagte, dann vergaß jeder einfach seine Probleme und lächelte. Er hatte dafür eine Begabung.“, erinnert sich der Freund weiter.

Und auch seine trauernde Mutter wandte sich an die Presse, um den Mobbern zu sagen: „Das nächste Mal, wenn zu jemandem unfreundlich sein willst, denke daran, wie es ist, wenn diese Person ein Familienmitglied wäre. Möchtest du, dass sie so behandelt werden? Behandle sie nicht so.“

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