Freitag, 1. März 2024
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Papst will wissen: Was denken Gemeinden über schwule und lesbische Paare?

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Die österreichische Bischofskonferenz berät seit Montag bei ihrer Vollversammlung in Salzburg über den vatikanischen Fragebogen zu Ehe und Familie. Darin möchte Papst Franziskus auch explizit wissen, wie die Kirche künftig mit schwulen und lesbischen Familien umgehen soll.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Adoption werden dabei als „Herausforderungen“ genannt, denen die Kirche „dringend ihre Aufmerksamkeit“ widmen müsse. Die Umfrage wurde im Oktober an alle nationalen Bischofskonferenzen ausgeschickt, um die Stimmung in den Gemeinden herauszufinden. Damit soll eine Sonderbischofssynode zur Familie im nächsten Herbst vorbereitet werden.

Wie kommen die Antworten der Basis nach Rom?

Nun arbeiten die österreichischen Bischöfe an einem Prozedere, wie die Fragen zur Kirchenbasis hineingetragen und das Echo kanalisiert und dokumentiert werden könne, zitiert die Agentur „Kathpress“ den Pressesprecher der Bischofskonferenz, Paul Wuthe.

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Die Fragen sind dabei wertfrei und offen gestellt. So heißt es zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften: „Was ist die Haltung der Teilkirchen und Ortskirchen sowohl gegenüber dem Staat, der die zivilen Verbindungen zwischen Personen desselben Geschlechts fördert, als auch gegenüber den von dieser Art von Verbindungen betroffenen Personen? Wie soll man sich auf pastoraler Ebene mit Blick auf die Glaubensweitergabe in jenen Fällen verhalten, in denen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptiert haben?“

Vatikan ist sich bewusst, dass Antworten unangenehm werden könnten

Dem Vatikan ist dabei bewusst, dass es heikle Fragen sind – und die Antworten nicht dem entsprechen könnten, was bis jetzt Status Quo in der römisch-katholischen Kirche war. „Es zeichnen sich heute bis vor wenigen Jahren noch nie da gewesene Problematiken ab“, heißt es zum Beispiel gleich im Einleitungstext des Fragebogens.

Wie die österreichischen Bischöfe den Fragebogen in die Gemeinden tragen wollen, will Kardinal Christoph Schönborn morgen, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien berichten.

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