Eingetragene Partnerschaft in Kroatien bringt (fast) alle Ehe-Rechte

Gute Nachrichten gibt es aus Kroatien: Die Regierung hat ihr Modell einer Eingetragene Partnerschaft für schwule und lesbische Paare vorgestellt. Sie bekommen ersten Informationen zufolge – mit Ausnahme der Adoption – alle Rechte von Ehepaaren.

Freude bei den kroatischen Lesben- und Schwulenaktivisten: Auch, wenn sich eine Mehrheit der Kroaten dafür entschieden hat, die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung festzuschreiben, hat die Mitte-Links-Regierung nun ein sehr offenes Partnerschaftsrecht präsentiert. „Im neuen Gesetzesentwurf über die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft wird diese der Ehe in allen Punkten gleichgestellt, mit der Ausnahme der Kinderadoption“, erklärt der Zagreber Aktivist Marijo Marjanovic gegenüber GGG.at.

Schwule und lesbische Paare sollen auch die Möglichkeit bekommen, Pflegekinder aufzunehmen. Damit würde Kroatien eines der fortschrittlichsten Gesetze über gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Europa bekommen.

Premierminister Zoran Milanović, ein Gegner des Referendums, hatte den Gesetzesentwurf im Umfeld der Volksabstimmung noch für diese Woche angekündigt. Reaktionen der konservativen Opposition und der Kirche zu dem Entwurf sind noch nicht bekannt.