Heinz-Christian Strache lobt Putins ‚Anti-Homo-Gesetze‘

Lob und Unterstützung für die russischen Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ kommt von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache.

In einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ verteidigt Strache die international umstrittenen Gesetze: Es gebe „Vorwürfe gegenüber Putin, die jeder Grundlage entbehren“, erklärt der FPÖ-Chef: „Homosexuelle werden in Russland nicht verfolgt, sogar im Beraterumfeld von Putin gibt es welche. Es ist nur verboten, Propaganda bei Kindern und Jugendlichen zu machen“

Präsident Putin hatte das Gesetz – nach dem Vorbild in einigen russischen Provinzen und St. Petersburg – letztes Jahr landesweit in Kraft setzen lassen. Damit erfüllte er der russisch-orthdoxen Kirche einen Gefallen. Dem Gesetz zufolge ist jede Art von positiver Erwähnung von Homosexualität verboten, wenn Kinder oder Jugendliche dies mitbekommen könnten. Dazu könnte bei strenger Auslegung auch das Händchen halten eines schwulen Paares auf der Straße gehören.

Einige Staaten wie die USA und Deutschland haben daraufhin entsprechende Reisewarnungen verfasst. In Russland selbst hat sich die Lage für Lesben und Schwule verschlechtert: Schwulenclubs beklagen Angriffe von Rechten, im Internet wird auf Schwule regelrecht Jagd gemacht: Sie werden zu falschen Dates gelockt, ihnen wird der Schädel rasiert, sie müssen Urin trinken und sich vor ihrer Familie und ihren Freunden outen, bevor das Folter-Video ins Internet gestellt wird.

Doch für Heinz-Christian Strache, Chef der größten österreichischen Oppositionspartei, sind diese Anklagen der Opfer wahrscheinlich auch nur Vorwürfe, „die jeder Grundlage entbehren“.