Schweden drosselt Entwicklungshilfe für Uganda

Schweden hat angekündigt, einen Teil seiner Entwicklungshilfe für Uganda zu stoppen. Grund dafür ist die Verschärfung der Gesetze gegen Lesben und Schwule: Homosexuelle können in dem afrikanischen Land nun unter Umständen lebenslang ins Gefängnis.

Wie die zuständige Entwicklungshilfeministerin Hillevi Engström heute mitteilt, betreffe der Stopp jene Gelder, die direkt an den ugandischen Staat ausbezahlt werden. Das sei rund ein Drittel der schwedischen Entwicklungshilfe von insgesamt 70 Millionen Kronen, etwa 7,9 Millionen Euro.

Engström kündigte auch an, die Entwicklungshilfe für Schweden an Uganda generell überdenken zu wollen. Ein neues Konzept dafür soll bis zum Sommer ausgearbeitet werden.

Auch die anderen skandinavischen Staaten und die Niederlande haben ihre Hilfe für Uganda bereits deutlich reduziert oder vom Staat zu privaten Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen umgeleitet. Die Weltbank hat ebenfalls einen Kredit für Uganda eingefroren.

In der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist Uganda ein Schwerpunktland. Hier ist eine Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit oder ein Einfrieren der Gelder noch nicht getroffen worden.