SPÖ erfreut über Rupprechter-Vorstoß

Innerhalb der SPÖ reagiert man erfreut auf den Vorstoß von ÖVP-Landwirschaftsminister Andrä Rupprechter, der sich die Öffnung der Adoption für schwule und lesbische Paare vorstellen kann.

Familienministerin Gabriele Heinisch-Hosek freue sich über die Aussagen: „Gemeinsam mit dem Koalitionspartner will ich rasch weitere Verbesserungen für homosexuelle Paare auf den Weg bringen“, so die Ministerin.

Einzig: Nicht Rupprechter ist in dieser Frage ihr Ansprechpartner in der ÖVP, sondern die zuständige Ressortministerin Sophie Karmasin. „Der Standard“ kritisierte den Vorstoß von Heinisch-Hosek deshalb als plumpen Versuch der SPÖ, politisches Kleingeld zu kassieren.

Trotzdem möchte die Frauenministerin rasch mit der ÖVP sprechen, „damit wir den nächsten Schritt, nämlich die Fremdkindadoption, auf den Weg bringen können. Es ist hoch an der Zeit, und ich will nicht, dass wir wieder nur auf Basis eines Gerichtsurteils tätig werden“, so die SPÖ-Ministerin. Ob die Volkspartei überhaupt ein Interesse an diesen Gesprächen hat, ist nicht bekannt.

Unterstützung bekommt sie davon von den Frauen- und Homosexuellen-Organisationen der SPÖ. Für Frauenvorsitzende Andrea Brunner sei es „höchste Zeit für echte Gleichstellung in Österreich. Homosexuelle Paare sollen genauso wie heterosexuelle Paare Kinder adoptieren können. Wichtig ist, dass Kinder in Geborgenheit aufwachsen. Wie die Menschen ihr Familienleben gestalten wollen, ist ihre Sache.“

Einen Schritt weiter geht Peter Traschkowitsch, Vorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo: „Es wäre natürlich wünschenswert, wenn die ÖVP endlich ihren Widerstand gegenüber der Sukzessiv- und Fremdkindadoption aufgibt. Der einfachste Weg wäre sowieso die Öffnung der Ehe, vielleicht könnte auch dieses Thema in den ÖVP-Entwicklungsprozess einfließen. Ich darf daran erinnern, dass die ÖVP bereits einmal soweit war“, so Traschkowitsch.