Babymonat für Homo-Paare: Für FPÖ ist ‚HOSI bestimmende Kraft in der SPÖ‘

Unterstützung für SPÖ-Staatssekretärin Sonja Steßl, den „Papamonat“ für öffentlich Bedienstete auch auf homosexuelle Paare auszuweiten, kommt erwartungsgemäß von der eigenen Partei. Heftige Kritik an dieser Idee kommt – ebenfalls nicht überraschend – von den Freiheitlichen.

So unterstützt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek den Vorstoß von Steßl. „Der Papamonat für heterosexuelle Paare war ein erster wichtiger Schritt, ein Babymonat für homosexuelle Paare ist der nächste logische Schritt“, so die Ministerin. Auch gleichgeschlechtliche Paare sollen künftig die ersten Wochen gemeinsam mit dem Kind verbringen können, so Heinisch-Hosek.

Auch die Wiener Antidiskriminierungs-Stadträtin Sandra Frauenberger sieht in dem Vorschlag von Steßl einen „weiteren Schritt zur Gleichstellung von Regenbogenfamilien“. Sie prüfe gerade die dienstrechtliche Umsetzung des Babymonats für gleichgeschlechtliche Paare für die Bediensteten der Stadt Wien.

Kritik an Steßls Idee kommt hingegen von der FPÖ. Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller ätzt in einer Presseaussendung, die SPÖ scheine „in der jüngeren Vergangenheit ganz besonders auf Homosexuelle fixiert zu sein“. „Randgrupppen-Politik“, so Kitzmüller, sei „keine Familienpolitik“, es scheine, als „sei die HOSI zur bestimmenden Kraft in der SPÖ geworden“, so die FPÖ-Funktionärin.

Harte Kritik, die seitens der SPÖ von der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo gekontert wurde. Der FPÖ seien „Menschenrechte anscheinend völlig egal. Sie pflegt ihr althergebrachtes Familienbild, neue Familienmodelle und die Lebensrealtäten des 21. Jahrhunderts werden verdammt oder einfach ignoriert“, so Bundesvorsitzender Peter Traschkowitsch. Die FPÖ, insbesondere Kitzmüller, betreibe hier „menschenverachtende Politik“, so der SoHo-Vorsitzende weiter.