Montag, 24. Juni 2024
HomeNewsSzeneGery Keszler: Hochachtung für Life-Ball-Rede

Gery Keszler: Hochachtung für Life-Ball-Rede

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Für Aufsehen sorgte Life-Ball-Vater Gerd Keszler dieses Jahr mit seiner Rede bei der Eröffnung der wohl größten HIV-Charity-Veranstaltung der Welt: Zum ersten Mal outete sich Keszler als HIV-positiv.

„Ich war einer der ersten, die sich infiziert haben“

Er habe sich in seinen 20ern in Australien mit HIV angesteckt, sagte der Vater des Life Ball in einer außerordentlich emotionalen Rede. „Ich war einer der Ersten in Österreich, die sich infiziert haben“, sagte Keszler vor dem vollen Rathausplatz, während der ORF-Liveübertragung. Grund für diese Emotionen: Vor zwei Wochen hat er einen engen Freund und Life-Ball-Mitarbeiter zu Grabe getragen – er starb an den Folgen von Aids. Ein „sinnloser Tod“, so Keszler im Interview. „Heute braucht keiner mehr an Aids sterben. Die Medizin hat hier so wahnsinnig viel erreicht.“

Warum er seine HIV-Infektion so lange verschwieg, hatte einen Grund: „Ich wollte nicht der Vorzeigebetroffene sein“, erklärte Keszler nach seiner Rede.

- Werbung -

Lob für die offenen Worte von Oberhauser und Rupprechter

Unter den Promis, die am Life Ball waren, gibt es großen Respekt für dieses Outing. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser von der SPÖ meinte, die Rede habe deutlich gemacht, „worum es geht: Toleranz, Respekt, Großzugigkeit“. Ihr Amtskollege, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter von der ÖVP wünscht Keszler nun „viel Liebe, Gesundheit und ein langes Leben“. Das Outing sei „ein sehr mutiger Schritt“, so der Minister weiter.

Dagmar Koller, seit mehr als zwanzig Jahren eine Freundin von Gery Keszler, „konnte es gar nicht glauben. Ich habe es nicht gewusst“, gesteht sie danach der heimischen Presse. Für den Entertainer Alfons Haider hat Keszler mit seinen Worten „einen Meilenstein im Kampf gegen Aids gesetzt“.

Und auch die internationalen Gäste waren von der Ehrlichkeit in Keszlers Rede beeindruckt. „Für die Rede hat er nichts als Hochachtung verdient. Er hat aus seinem Schicksal eine Mission gemacht“, erklärt Kelly Osbourne. Und das Model Carmen Electra betont, wir tapfer sein Geständnis war: „Ich wünsche ihm das Allerbeste“.