London: Drei Verhaftungen bei Razzien in Schwulendiscos

Die Polizei wollte damit etwas für "die Sicherheit der Bevölkerung" tun

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

In London wurden bei einer Polizeirazzia in zwei bei Schwulen beliebten Discos am Freitag drei Männer verhaftet. Die Polizei soll einen anonymen Tipp bekommen haben, dass in den Lokalen Drogen verkauft würden.

Der Angestellte einer Disco dealte mit harten Drogen

Daraufhin führte sie in der Nacht auf Freitag im „Lightbox“ und im „Fire“, zwei bekannten zusammenhängenden Lokalen im Stadtteil Vauxhall, die Kontrollen durch. Zwei Männer wurden dabei wegen Drogenhandels mit Substanzen der Klasse A verhaftet, einer von ihnen war ein Angesteller des „Lightbox“. Zu diesen Drogen gehören beispielsweise LSD, Crystal Meth, Kokain oder Heroin. Ein dritter Mann wurde mitgenommen, weil er Diebesgut verkauft haben dürfte.

Der zuständige Oberinspektor Lance Lamnea betonte, Zweck der Razzia sei der der Schutz der Gäste der Bars. „Diese Operation basierte auf Informationen, dass gefährliche Substanzen in diesen Nachtclubs verkauft werden würden“, sagte er. Er betonte, dass sich die Londoner Polizei zu einem bunten Nachtleben in der britischen Stadt bekenne.

„Wir müssen schnell agieren, um die Öffentlichkeit zu schützen“, sagt die Polizei

„Aber wo wir vermuten, dass Vergehen stattfinden, müssen wir schnell agieren, um die Öffentlichkeit zu schützen“, so der Polizist. Lamnea sagte auch, in der Zukunft wolle die Polizei eng mit den Clubs zusammenarbeiten. „um die Sicherheit der Öffentlichkeit weiter zu sichern“.

Polizeikontrollen in Schwulenclubs sind immer etwas schwierig: Schnell kann es zu dem Verdacht kommen, dass die Aktion einen homophoben Hintergrund haben könnte – so wie im April 2015 in Wien. Im März 2016 mussten in Frankfurt/Main einige Szenelokale nach einer Razzia schließen. Offiziell ging es bei der Aktion um den „Schutz der Verbraucher“. Auch die Überprüfung des Rauchverbotes in einigen Berliner Szenelokalen im September 2010 sorgte innerhalb der Community für Argwohn.