Orlando: Das „Pulse“ soll zu einem Gedenkort werden

49 Menschen wurden hier von einem Attentäter ermordet - jetzt soll der Szeneclub umgebaut werden

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Der Szeneclub „Pulse“ in Orlando, an dem ein islamisch motivierter Attentäter im Juli letzten Jahres 49 Menschen erschossen und fünfzig verletzt hatte, soll zu einem Museum und einer Gedenkstätte umgebaut werden. Das hat Besitzerin Barbara Poma am Donnerstag auf einer Pressekonferenz angekündigt.

Besitzerin möchte mit der Gedenkstätte einen Beitrag zur Aufarbeitung der Tragödie leisten

Sie wolle damit einen dauerhaften Beitrag zur Aufarbeitung der Tragödie leisten, so Poma. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant. Letztes Jahr wollte die Stadt Orlando das „Pulse“ um zwei Millionen Dollar kaufen, um dort selbst eine Gedenkstätte für das Massaker zu errichten. Doch in letzter Minute sagte die Inhaberin den Verkauf ab.

Sie habe sich vom Club nicht trennen können, weil er ihr und ihrer Familie so viel bedeute, erklärte sie diesen Schritt auf der Pressekonferenz. Sie hatte den Club Anfang des Jahrtausends in Gedenken an ihren 1991 an Aids verstorbenen Bruder eröffnet, so Barbara Poma weiter. Wie die Arbeiten finanziert werden sollen, hat die Besitzerin des „Pulse“ noch nicht dargelegt.

Eigener Verein mit einem namhaften Vorstand soll die Aktivitäten leiten

Die Umwandlung des „Pulse“ in eine Gedenkstätte mit Museum soll über den dafür gegründeten Verein „onePULSE Foundation“ geplant und umgesetzt werden. Neben lokalen Aktivisten, Geschäftsleuten und Vertretern von in Orlando ansässigen Großunternehmern wie Disneyworld gehören dem Vorstand auch ‚N-Sync-Sänger Lance Bass und der ehemalige NBA-Profi Jason Collins an.

Wie auf der Facebook-Seite des Vereins zu lesen ist, hat sich Barbara Poma bereits mit Experten getroffen. Diese hätten bereits an der Errichtung der Gedenkorte für die Opfer eines rechtsradikalen Bombenanschlags auf ein Bundesgebäude in Oklahoma City und dem Anschlag des 11. September 2001 in New York mitgearbeitet.