„Make America Gay again“: So wurde Vizepräsident Pence im Urlaub empfangen

Eine Regenbogenflagge für den notorisch homophoben Politiker

Mike Pence
Gage Skidmore/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Er soll hinter dem Transgender-Verbot im US-Militär stehen und auch sonst aktiv daran arbeiten, die Rechte sexueller Minderheiten in den Vereinigten Staaten zu beschneiden. Doch in seinem Weihnachtsurlaub wurde Vizepräsident Mike Pence auf originelle Art daran erinnert, dass nicht alle Amerikaner seiner Meinung sind.

Die Nachbarn bereiteten Vizepräsident Mike Pence einen unerwarteten Empfang

So machen Pence und seine Frau Karen gerade Urlaub in einem gemieteten Chalet in der US-Skimetropole Aspen. Die liegt im liberalen Bundesstaat Colorado – was man auch beim Nachbarhaus des Spitzenpolitikers sehr deutlich sieht. Dort hängte vor der Einfahrt zu beiden Häusern gut sichtbar eine Regenbogenflagge mit der Aufschrift „Make America Gay Again“ auf – so, dass auch Pence und seine Entourage sie nicht übersehen konnten.

Aufgehängt hat diese Flagge Shannon Slade, die Freundin einer der Töchter des Hauses, gemeinsam mit ihrer Freundin und deren Schwester – mit der Erlaubnis der Eltern und unter Wohlwollen des Sheriffs und unter den Augen des Secret Service: „Sie waren ein bisschen verschämt und dachten, sie würden sich mit dem Secret Service oder anderen anlegen, die ihnen sagten, sie könnten das nicht tun“, erinnert sich der Sheriff von Pitkin County, Joe DiSalvo.

Kritische Stimmen haben in Aspen Tradition

„Als sie sagten, ‚Wir sind nicht da, um euer Recht auf Redefreiheit zu beschränken‘, haben sie Chili geholt und es ihnen zu essen gegeben“, erinnert sich der Sheriff weiter. „Sie waren wirklich nett zu uns.“ Für den Sheriff ist der Pence-kritische Banner Teil einer Tradition in Aspen: „Diese Stadt hatte eine Geschichte von Respektlosigkeit, wenn es um unsere Besucher ging. Wir scheinen das verloren zu haben, aber das ist in der Tradition.“

Es ist nicht das erste Mal, dass der notorisch homophobe Vizepräsident Mike Pence sich mit unerwünschten Regenbogenflaggen herumschlagen muss: Vor seiner Vereidigung wurde die Straße vor seiner Übergangswohnung mit den Flaggen übersät, später haben LGBT-Aktivisten sogar eine Party vor dem Haus veranstaltet.