Startschuss für die Vienna Pride: So viele Events wie noch nie!

Ab Samstag steht die Bundeshauptstadt im Zeichen des Regenbogens

Vienna Pride 2018: Pressekonferenz
PID/Martin Votava

Am Samstag startet die Vienna Pride, Österreichs größte Veranstaltung der LGBT-Community. Unter dem Motto „Love, Respect and Solidarity“ finden bis 17. Juni in der ganzen Stadt Veranstaltungen statt. Als Generalprobe für die EuroPride im nächsten Jahr ist es die größte Pride, die Wien bis jetzt gesehen hat.

Vom Prater bis Schönbrunn: Veranstaltungen für jeden Geschmack

Die Liste der Veranstaltungen, die im Rahmen der Vienna Pride angeboten werden, ist lang. Höhepunkte sind dabei der Pride Run und das Pride Fest am 9. Juni auf der Prater Hauptallee, das Pride Village von 12. bis 16. Juni am Wiener Rathausplatz und – als krönender Abschluss – die Regenbogenparade am 16. Juni.

Auch zahlreiche Kultur- und Informationsveranstaltungen, etwa im Leopold Museum und der Albertina, ein Dinner im neu eröffneten Donauturm, ein Schönbrunner Schlosskonzert, ein Familientag im Tiergarten Schönbrunn und ein Beach Tag in der Adria am Donaukanal werden ein sichtbares Zeichen für die Community setzen.

Auch in anderen Ländern Europas wird die Vienna Pride immer genauer beobachtet

„Mit der Vielzahl und Vielfalt an zusätzlichen Veranstaltungen schon dieses Jahr möchten wir einerseits aufzeigen, dass LSBTIQ*-Menschen in allen Bereichen mit uns gemeinsam leben und arbeiten, und andererseits alle Menschen dazu einladen, mit uns gemeinsam solidarisch für Akzeptanz und Liebe einzutreten!“, erklärt dazu Katharina Kacerovsky, Gesamtleiterin der Vienna Pride.

Das einmalige Konzept kommt dabei nicht nur in Wien an: „Unsere Kooperationen und das vielfältige Programm haben in Europa bereits Aufmerksamkeit erreicht. Wir sehen dieses Jahr und vor allem EuroPride Vienna 2019 daher als große Chance, Wien als moderne, weltoffene Stadt in Europa auch weiterhin stark zu positionieren“, hofft Kacerovsky für das nächste Jahr.

„Die Regenbogenparade stärkt allen den Rücken, die nicht teilnehmen können“

Unterstützung bekommt sie dabei von SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky: „Mit EuroPride 2019 wird sich Wien weiter als Regenbogenhauptstadt Europas positionieren. Wien wird 2019 mit EuroPride eine Botschaft der Vielfalt, Gleichberechtigung und Akzeptanz an die ganze Welt aussenden“, erklärt er. Im kommenden Jahr ist Wien Austragungsort der EuroPride– und das zum 50-jährigen Jubiläum von Stonewall, der Geburtsstunde der modernen LGBT-Bewegung im Jahr 1969.

Moritz Yvon, der neue Obmann der HOSI Wien, fügt hinzu: „Die Regenbogenparade ist eine Demonstration für Vielfalt und Toleranz. Sie stärkt dabei auch all jenen den Rücken, die nicht selbst teilnehmen können – von Jugendlichen, die an ein Coming-out in der Schule oft nicht einmal denken, bis hin zu Flüchtlingen, die aus Angst um ihr Leben nach Österreich gekommen sind. Sie alle sehen und hören an diesem Tag: Du bist nicht allein.“

Auch zahlreiche Firmen unterstützen die Vienna Pride

Und auch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen betont die politische Botschaft der Vienna Pride. „Ich fordere die Bundesregierung dazu auf, die Warterei zu beenden und den Beschluss des Verfassungsgerichtshofs für eine Ehe für alle sofort umzusetzen. Es gibt keinen Grund für eine weitere Verzögerung. In diesem Sinne wünsche ich der Parade gutes Gelingen und dass wie in den vergangenen Jahren die Bilder von Weltoffenheit, Vielfalt und Freiheit um die Welt gehen“, sagt sie.

Unterstützt werden all diese Events auch von den Partnern der Vienna Pride. Unternehmen wie REWE, Ruefa, Erste Group, Gilead, A1, dem Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz, Coca Cola, Red Bull, Schlumberger oder die Therme Loipersdorf unterstützen die Vienna Pride ideell und finanziell.