Freitag, 19. April 2024
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Tödliches Liebesdrama in Favoriten: Neue tragische Details

Die beiden Frauen sollen sich verlobt haben - doch zu einer Hochzeit sollte es nicht mehr kommen

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Im tragischen Liebesdrama um ein lesbisches Paar kommen immer neue Details ans Licht. Wie die Tageszeitung Heute berichtet, wollten die 31-jährige Jennifer und die sechs Jahre jüngere Sarah sogar heiraten – bis eine Liebesnacht im Hotel für die jüngere Frau tödlich endete.

Der Liebe wegen soll Sarah von Düsseldorf nach Wien gezogen sein

Wie die Kronen Zeitung berichtet, haben sich die Frauen 2014 übers Internet kennengelernt. Der Liebe wegen sei Sarah dann nach Wien gezogen – schon nach wenigen gemeinsamen Treffen. Doch es dürfte eine On-Off-Beziehung gewesen sein. Manchmal sei ihre Freundin „lieb“ gewesen, „aber dann verhielt sie sich mir gegenüber wieder abweisend“, zitiert die Kronen Zeitung aus der Aussage der 31-Jährigen.

Den Sommer sollen Jennifer und Sarah demnach viel gemeinsam verreist sein: So sollen sie Sarahs Heimat bei Düsseldorf besucht haben, auch in der Türkei, in Tunesien, Spanien oder Kroatien sollen die Frauen gemeinsam ihre Aktivurlaube  gemacht haben: Viel Sport und Ausflüge standen dabei auf dem Programm. Auch shoppen gingen Jennifer und Sarah gerne gemeinsam – sie hatten offenbar beide eine Vorliebe für teuer aussehende Ware.

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Verlobung in Istanbul – doch danach trennten sich die beiden Frauen

In Istanbul dürften sich Jennifer und Sarah dann verlobt haben. Doch vor der Hochzeit trennten sich die Frauen. Nach Informationen von Heute hatten sich die beiden Frauen eigentlich wieder versöhnt, als sie in der Nacht von Freitag auf Samstag gemeinsam in einem Hotel in Wien-Favoriten eincheckten.

Es sei ein Ritual gewesen, sich hie und da für eine romantische Nacht ein Hotelzimmer zu buchen, erzählte Jennifer später der Polizei. Denn eigentlich wohnten beide Frauen in Wien: Die 31-Jährige hatte eine Wohnung in Favoriten, ihre Freundin in Meidling.

Doch offenbar kam es während dieser Nacht, die eine „Auszeit vom Alltag“ sein sollte, zum Drama. Die 25-Jährige Deutsche sei „extrem kalt“ gewesen, erinnert sich Jennifer bei ihrer Aussage. Und fügte hinzu: „Obwohl Sarah mich doch unbedingt heiraten wollte“

Sarah überlebte die „Auszeit vom Alltag“ nicht

Am Samstag, kurz vor 10.00 Uhr, kam Jennifer zur Rezeption und bat um Hilfe, weil es ihrer Freundin nicht gut gehe. Minuten später fanden Rettung und Polizei auf dem Boden des Hotelzimmers die Leiche von Sarah.  Die 25-Jährige war bekleidet, über ihren Körper war eine Decke gelegt.

Auf ihrem Hals fanden die Polizisten Würgemale. Die Obduktion ergab, dass Sarah „durch Verwendung eines Werkzeugs“ erdrosselt wurde – vermutlich mit dem Gürtel des Hotel-Bademantels. Nähere Untersuchungen dazu laufen noch. Für die Betroffene gilt die Unschuldsvermutung.

Heute entscheidet der Richter über die Untersuchungshaft

Die Verdächtige wurde vorübergehend festgenommen, Sonntag am Abend wurde sie in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert. Bei ihrer Einvernahme machte sie Polizeisprecher Paul Eidenberger einen verwirrten Eindruck. Unter anderem sagte sie, dass sie Pharmafirmen verfolgen würden.

Dem widerspricht ihre Anwältin Liane Hirschbrich: „Meiner Mandantin geht es schlecht. Ihr ist es aber wichtig, festzustellen, dass sie weder psychisch krank noch beim Verhör verwirrt war“, gab die Juristin der Tageszeitung Österreich zu Protokoll. Bis heute Abend muss der Haftrichter entscheiden, ob über die 31-Jährige Untersuchungshaft verhängt wird.

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