Freitag, 31. Mai 2024
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LGBTI-Community in der Ukraine organisiert sich

Spendenanrufe, auch für den militärischen Widerstand

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Der Angriffs Russlands auf die Ukraine ist besonders für die LGBTI-Community im Land prekär: Sollten sich die Angreifer durchsetzen, ist auch die queere Szene in dem Land bedroht, LGBTI-Aktivist:innen müssen um ihr Leben fürchten. Deshalb versucht man, sich selbst zu helfen. 

KyivPride sammelt Ressourcen für Geflüchtete und alle, die in der Ukraine bleiben

Gruppen und Organisationen wie Insight, Sphere, KyivPride, Cohort, LIGA, HPLGBT, Egalite Intersex Ukraine und trans* Generation könnten ihre bisherige Arbeit nach dem Einmarsch der russischen Armee nicht weiterführen. Das Team der KyivPride, die dieses Jahr zum zehnten Mal stattgefunden hätte, sammelt deshalb Ressourcen für queere Geflüchtete und LGBTI, die im Land bleiben wollen oder müssen. 

So wird Betroffenen unter anderem online psychologische Unterstützung geboten: Es gibt sowohl Betreuung für LGBTI als auch eine queere Selbsthilfegruppe. Außerdem ruft KyivPride zu Spenden für queere Militärangehörige auf: Das Geld soll für Equipment verwendet werden, das für den Widerstand gegen die russischen Besatzer verwendet wird. 

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Für jene queere Menschen, die die Ukraine verlassen mussten, gibt KyivPride Informationen, wie sie sich in anderen Ländern am besten zurechtfinden. Unterstützung gibt es unter anderem aus München, wo die Gruppe „Munich Kyiv Queer“ bereits mehr als 25.000 Euro gesammelt hat. 

Auch im angegriffenen Charkiw bleibt die Community aktiv

In Charkiw ist es derzeit noch zu gefährlich, das Haus zu verlassen – die Stadt steht derzeit unter russischem Beschuss. Die Pride-Organisator:innen treffen sich deshalb zur Zeit nur online. Auch hier werden Spenden gesammelt , um Lebensmittel, Transport, Hygieneprodukte und Decken zu finanzieren und zu verteilen. 

Wer der ukrainischen Community helfen will, kann sich unter anderem an einer Spendenaktion des Verbandes der europäischen Pride-Organisationen (EPOA)  beteiligen. In Deutschland sammelt das Bündnis „Queere Nothilfe Ukraine“ ebenfalls Spenden.