Mittwoch, 19. Juni 2024
HomeSportFußballEklat um Pride-Trikot: Verband will Antworten von PSG-Star Gueye

Eklat um Pride-Trikot: Verband will Antworten von PSG-Star Gueye

Der Ethikrat bittet den Spieler um ein Foto mit dem Trikot - oder eine gute Begründung...

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Post vom Nationalen Ethikrat des französischen Fußballverbandes (FFF) hat Idirissa Gueye, Mittelfeldspieler beim Spitzenclub Paris Saint-Germain (PSG), bekommen. Er möchte wissen, warum der 32-Jährige bereits zum zweiten Mal in Folge bei jenem Spiel gefehlt hat, bei dem die Mannschaft als Zeichen gegen Homophobie ein Regenbogen-Trikot trägt.

Bei Spielen mit dem Regenbogen-Trikot fehlt Gueye

Seit vier Jahren beteiligt sich PSG an der Aktion „Hetero oder Homo, wir tragen alle das gleiche Trikot“. Dabei tragen sämtliche französischen Spitzenclubs Trikots mit Nummern in Regenbogenfarben. Und bereits im Vorjahr fehlte der gebürtige Senegalese dabei – angeblich wegen einer Magen-Darm-Erkrankung.

Dieses Jahr spielte er aus „persönlichen Gründen“, die vom Verein nicht weiter ausgeführt wurden, beim 4:0 gegen Montpellier nicht mit. Medien berichteten, der gläubige Muslim wolle das Trikot mit den Regenbogen-Nummern aus religiösen Gründen nicht tragen.

- Werbung -

Das möchte der Nationale Ethikrat nun genauer wissen. Wenn diese Gerüchte „unbegründet“ seien, lädt das Gremium Gueye ein, „sich unverzüglich zu äußern, um diese Gerüchte zum Schweigen zu bringen. Wir laden sie beispielsweise ein, Ihrer Nachricht ein Foto anzuhängen, auf dem sie das betreffende Trikot tragen“, zitiert die französische Sportzeitung L’Èquipe  das Gremium.

Nun möchte der Ethikrat des Fußballverbands eine klare Antwort

Sollten sich die Gerüchte allerdings als richtig erweisen, müsse sich Gueye „der Tragweite Ihrer Geste und des sehr schwerwiegenden Fehlers“ bewusst sein: „Indem sie sich weigern, an dieser gemeinsamen Aktion teilzunehmen, unterstützen sie de facto diskriminierendes Verhalten, die Ablehnung Anderer, nicht nur der LGBTI-Gemeinschaft“, so der FFF-Ethikrat. Die Stellung des Fußballs in der Gesellschaft und die Vorbildfunktion der Spieler „geben uns allen eine besondere Verantwortung“.

„Der Kampf gegen Diskriminierung verschiedener Minderheiten, gleich welcher Art, ist ein unverzichtbarer und nie endender Kampf. Ob Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung oder andere Unterschiede – alle Diskriminierungen basieren auf der gleichen Grundlage, nämlich der Ablehnung des anderen, weil er sich von der Mehrheit unterscheidet“, schreibt der Nationale Ethikrat des französischen Fußballverbandes dem PSG-Spieler ins Stammbuch.