Österreichischer Filmpreis: 15 Nominierungen für queere Inhalte

"Große Freiheit" und "Moneyboys" begeistern nicht nur auf internationalen Filmfestivals

Moneyboys
Filmladen Filmverleih

Heute wird in Grafenegg der Österreichische Filmpreis verliehen. Mit zehn Nominierungen einer der großen Favoriten ist dabei „Große Freiheit“. Das Drama von Sebastian Meise zeigt eindrucksvoll eine schwule Liebesgeschichte im Nachkriegsdeutschland. Fünf Nominierungen gibt es für das schwule Drama „Moneyboys“. Beide Filme wurden vom ORF koproduziert.

Große Filme, produziert mit Unterstützung des ORF

In „Große Freiheit“, das unter anderem der österreichische Beitrag für den Auslands-Oscar war und in Cannes mit dem Regie-Preis ausgezeichnet wurde, geht es um Hans, gespielt von Franz Rogowski. Er wird zunächst von den Nationalsozialisten und auch die folgenden Jahrzehnte regelmäßig wegen seiner Homosexualität verurteilt wird. Im Gefängnis trifft er auf Viktor, gespielt von Georg Friedrich, der ihn anfangs verachtet. Dann aber nähern sich die Männer an und es entsteht eine enge Bindung.

„Moneyboys“ wurde Anfang des Jahres mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Die Jury bezeichnete ihn als „universellen Film über die Liebe“: Der Film handelt von einem Burschen, gespielt von Kai Ko, der als Escort in der Großstadt arbeitet, um seine Familie am Land zu ernähren. Diese akzeptiert zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität. Mit gebrochenem Herzen kämpft er schließlich um einen Neuanfang.

Sowohl „Große Freiheit“ als auch „Moneyboys“ wurden – wie viele andere nominierte Filme – im Rahmen des Film-/Fernsehabkommens vom ORF mitfinanziert Dem entsprechend freut sich auch Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, „dass der ORF auch heuer wieder zahlreiche der nominierten Produktionen über das Film/Fernsehabkommen kofinanziert hat“.

Der ORF steht zu seiner Verantwortung für die heimische Filmszene

Die ORF-Programmdirektorin verspricht den heimischen Filmschaffenden, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Verantwortung für den österreichischen Film auch in diesen schwierigen Zeiten weiterhin mittragen werde. „Jetzt geht es darum, mit lang überfälligen Maßnahmen die Filmwirtschaft am Laufen zu halten und das Produktionsniveau abzusichern – gehen wir das gemeinsam an und halten wir zusammen“, so Groiss-Horowitz.

Rund um die Verleihung des Österreichischen Filmpreises wird auch das Programm des ORF ganz im Zeichen des heimischen Kinos stehen, unter anderem mit einer „Langen Nacht des österreichischen Films“ im Fernsehen sowie einer umfangreichen Berichterstattung im Radio und online im ORF.at-Netzwerk.