Samstag, 15. Juni 2024
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Trans Frau in Berlin mit Reizgas besprüht

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Der Berliner Polizei zufolge ereignete sich der Vorfall am Mittwoch gegen 21.40 Uhr in der Hermannstraße: Die 32-Jährige war gerade zu Fuß auf dem Weg nach Hause, als der Unbekannte auf sie zukam und sie auf Deutsch beleidigte. 

Zunächst wurde die trans Frau beleidigt – doch bei Worten blieb es nicht

Den genauen Wortlaut konnte die Frau der Polizei aufgrund fehlender Sprachkenntnisse nicht wiedergeben. Aufgrund einschlägiger Erfahrungen und der Mimik und Gestik des Unbekannten war sie sich aber sicher, dass es sich um Beleidigungen handelte.

Doch auch dieses Mal blieb es nicht bei Worten: Als die 32-Jährige weiterging, soll ihr der Unbekannte ins Gesicht gespuckt haben. Als sie flüchten wollte, soll ihr der Mann ohne Vorwarnung Reizgas ins Gesicht gesprüht haben. Anschließend sei er davongelaufen, schreibt die Berliner Polizei in ihrer Meldung.

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Die Augenverletzung der Frau musste im Krankenhaus behandelt werden

Passant:innen alarmierten Polizei und Feuerwehr. Nach einer Erstversorgung am Tatort wurde sie in ein Krankenhaus gebracht, wo ihre Augenreizungen ambulant behandelt wurden. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Fahndung nach dem Unbekannten und die weiteren Ermittlungen übernommen.

Es ist schon der zweite öffentlich gemachte Angriff auf eine trans Person in Berlin im neuen Jahr: Bereits zu Neujahr wurde in Spandau eine Frau mit dem Kopf auf eine Bank geschlagen, auch ihre Begleiterin wurde bei dem Übergriff geschlagen und getreten.

Außerdem gab es rund um den Jahreswechsel drei schwulenfeindliche Vorfälle in Berlin – unter anderem auch am Nollendorfplatz, dem Zentrum des queeren Kiezes. Zwei Männer wurden von einer fünfköpfigen Gruppe bedrängt, einer der Männer von ihnen geschlagen.