Freitag, 31. Mai 2024
HomeSportFußballHomophober Kommentar: Bayern-Fans pfeifen eigenen Spieler aus

Homophober Kommentar: Bayern-Fans pfeifen eigenen Spieler aus

Auch, wenn der FC Bayern München das Spiel gegen RB Leipzig am Samstag verloren hatte - die Fans des Rekordmeisters waren mit einem klaren Statement gegen Homo- und Transphobie auf der Gewinnerseite.

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

„All colours are beautiful. In Toulouse, Munich and everywhere. Respect our values Mazraoui“, daneben eine Regenbogenfahne. Das richteten die Fans ihrem Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui aus, der 25-Jährige wurde auch während des Spiels ausgepfiffen.

Hintergrund der Aktion: Der marokkanische Nationalspieler hatte auf Instagram mit einem Kommentar seinen Landsmann Zakaria Aboukhlal vom FC Toulouse unterstützt. Dieser wollte sich – gemeinsam mit drei anderen Spielern – nicht an einer Aktion der französischen Liga anlässlich des IDAHOBIT beteiligen und in einem Trikot mit Regenbogen-Spielernummer einlaufen. Deshalb wurde er vom Trainer nicht aufgestellt.

Boykott von Solidaritätsaktion wegen „Respekt für Glauben“

Aboukhlal forderte daraufhin auf Instagram „Respekt für meinen Glauben“. Das wurde von Mazraoui, der seit dieser Saison bei den Bayern spielt und auf Sozialen Medien gerne religiös-muslimische Slogans teilt, mit den Worten „Gott segne dich, Bruder“ und zwei Herzchen kommentiert.

- Werbung -

Sportvorstand Hasan Salihamidzic wollte sich über die Fan-Aktion nicht äußern. Der FC Bayern München engagiere sich gegen Homophobie, betonte er. „Alles andere habe ich wirklich nicht mitgekriegt, ich war so fokussiert auf das Spiel“, so Salihamidzic. Ob es Konsequenten für Mazraoui geben wird, ist unklar.