Freitag, 1. März 2024
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Berlin-Kreuzberg: 21-Jähriger greift schwules Paar an

In der Nacht auf Sonntag gab es im Berliner Stadtteil Kreuzberg erneut einen schwulenfeindlichen Angriff. Diesmal konnte die Polizei den Täter festnehmen.

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Es war am Sonntag gegen 1.30 Uhr, als ein schwules Paar – 44 und 50 Jahre alt – in der Hagelberger Straße in Berlin-Kreuzberg unterwegs war. Plötzlich wurden die beiden Männer von einem Unbekannten schwulenfeindlich beleidigt.

Das Paar wurde beleidigt und angegriffen

Es ergab sich ein Streit. Schließlich schlug der Pöbler dem 44-Jährigen nach Angaben der Polizei mehrmals mit der Faust ins Gesicht, trat gegen seinen Körper und stieß ihn zu Boden. Anschließend griff er auch den 50-Jährigen an, schlug ihn mit seinen Fäusten, trat ihn und brachte auch ihn zu Boden.

Alarmierte Polizeikräfte konnten den Pöbler schließlich kurz darauf an der Ecke Mehringdamm festnehmen. Der 21-Jährige behauptete gegenüber den Beamt:innen, von den beiden Männern ebenfalls geschlagen worden zu sein. 

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Der 21 Jahre alte Tatverdächtige wurde vorübergehend festgenommen

Er wurde vorübergehend festgenommen und nach dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt, Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Die beiden Angegriffenen wurden von einem herbeigerufenen Rettungswagen versorgt. Nähere Informationen über die Angegriffenen oder den Angreifer wurden in der Erstmeldung der Berliner Polizei nicht gemacht.

Immer wieder macht die Berliner Polizei gezielt Angriffe auf Mitglieder der LGBTI-Community öffentlich. Erst am Mittwoch hatte ein Unbekannter einer trans Frau an einer Bushaltestelle am Bahnhof Zoo mit dem Fuß ins Gesicht getreten.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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