Sonntag, 14. April 2024
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Schwulenfeindliche Gesänge von Mexiko-Fans: Nun spricht FIFA-Boss Infantino

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Schande beim 2:0-Sieg der USA gegen Mexiko beim Finale der CONCACAF Nations League in Arlington im US-Bundesstaat Texas: Schiedsrichter Drew Fischer musste das Spiel gegen Ende mehrmals unterbrechen, weil mexikanische Fans schwulenfeindliche Schlachtrufe in Richtung Spielfeld schrien.

Die schwulenfeindlichen Sprüche sorgten für zwei Unterbrechungen

Die erste Unterbrechung gab es in der 88. Minute, sie dauerte etwa vier Minuten. Das zweite Mal musste das Spiel wegen der schwulenfeindlichen Rufe sechs Minuten vor Ablauf der Nachspielzeit unterbrochen werden, diesmal für etwa eineinhalb Minuten.

Auch sonst zeigten sich die mexikanischen Fans wenig sportlich. Nachdem Dortmund-Spieler Giovanni Reyna für die USA getroffen hatte, wurden die jubelnden Spieler aus dem mexikanischen Fanblock mit Gegenständen beworfen.

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„Das war bedauerlich, denn wir wollen ein wirklich wettbewerbsfähiges Spiel, wir wollen eine tolle Atmosphäre, aber wir wollen nicht, dass Dinge auf uns geworfen werden“, kommentierte US-Trainer Gregg Berhalter später die Situation.

Der Kontinentalverband verurteilte den Zwischenfall

Der Kontinentalverband für Nord- und Zentralamerika und die Karibik (CONCACAF) wurde nachher deutlicher. Er verurteilte in einer Stellungnahme die diskriminierenden Gesänge. Disziplinarmaßnahmen gegen Mexiko kündigte der Verband nicht an.

„Das Sicherheitspersonal im Stadion identifizierte eine beträchtliche Anzahl von Fans und verwies sie des Stadions, und der Schiedsrichter und die Spielleitung wandten das FIFA-Protokoll an“, heißt es vom Verband.

Infantino zeigt sich auf Instagram „sehr enttäuscht“

Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino, der LGBTI-Rechte während der WM in Katar eher eigenwillig interpretierte, kritisierte die schwulenfeindlichen Schlachtrufe. In einer Instagram-Story schrieb der 54-Jährige, er sei „sehr enttäuscht“.

„Diskriminierung jeglicher Art hat im Fußball und in der Gesellschaft nichts zu suchen und ich fordere die zuständigen Behörden auf, dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden“, so Infantino.

Mexikanische Fans sind bei schwulenfeindlichen Gesängen Wiederholungstäter

Es ist nicht das erste Mal, dass Fans der mexikanischen Fußball-Nationalmannschaft durch schwulenfeindliche Gesänge auffallen. In den letzten Jahren wurde der Landesverband mehrmals von der FIFA wegen homophober Gesänge seiner Fans bei Heim- und Auswärtsspielen der Nationalmannschaft bestraft.

Wegen Vorfällen mit Fans während der Fußball-WM in Katar wurde der mexikanische Verband erst vor wenigen Wochen zu Geldstrafen in der Höhe von insgesamt 100.000 Schweizer Franken, umgerechnet etwa 102.000 Euro, verurteilt. Die Hälfte dieses Betrages muss er in eine Kampagne zur Aufklärung der Fans ausgeben.

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