Montag, 17. Juni 2024
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FIFA ermittelt gegen Mexiko wegen schwulenfeindlicher Fan-Gesänge

Entsprechende Rufe haben in Mexiko eine unrühmliche Tradition

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Am Mittwoch ist Mexiko bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nach einem 2:1 gegen Saudi-Arabien ausgeschieden. Doch für das mittelamerikanische Land könnte das Spiel noch weitere Konsequenzen haben: Denn wie die Disziplinarkommission der FIFA am Donnerstag mitgeteilt hat, habe man Ermittlungen aufgenommen – wegen möglicher schwulenfeindlicher Rufe der eigenen Fans, wie der mexikanische Verband erklärt.

Nicht der erste schwulenfeindliche Vorfall im mexikanischen Fanblock

Dieser weist auch gleich jede Schuld von sich. Die eigenen Anhänger hätten sich während des gesamten Turniers gut verhalten, heißt es weiters in einer Stellungnahme. 

Dabei scheint es sich bei den Fans aus Mexiko um Wiederholungstäter zu handeln: Bereits nach dem ersten WM-Spiel Mexikos gegen Polen hatte die FIFA wegen schwulenfeindlicher Sprechchöre gegen das lateinamerikanische Land Ermittlungen eingeleitet. Damit könnte dem Verband nun eine härtere Strafe drohen.

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Mindestens fünf Strafen in den letzten sechs Jahren

Zumal schwulenfeindliche Beschimpfungen unter Mexiko-Fans durchaus üblich zu sein scheinen: So wurde das Land in den letzten sechs Jahren mindestens fünf Mal wegen homophober Sprechchöre von der FIFA bestraft. Normalerweise rufen die Fans beispielsweise beim Torabstoß oft „Puto“, das mit „Schwuchtel“ oder „Stricher“ übersetzt werden kann. Der mexikanische Verband droht Wiederholungstätern deshalb bereits mit fünf Jahren Stadionverbot. 

Außerdem ermittelt die FIFA wegen schwulenfeindlichen Fangesängen gegen Ecuador: Fans sollen beim WM-Auftaktspiel gegen Katar entsprechende Gesänge angestimmt haben, die sich allerdings gegen Chile gerichtet haben. Das Land hatte gemeinsam mit Peru einen Ausschluss des Landes beantragt, da der ecuadorianische Spieler Byron Castillo in Kolumbien geboren worden sein soll. 

Seitens des Weltfußballverbandes gab es in keinem der Fälle eine offizielle Stellungnahme, wegen welcher Beschimpfungen konkret ermittelt werde.