Schreuder: „Bounty Killer-Konzert in Wien absagen“

"Bounty Killer ruft zu Mord an Lesben und Schwulen auf"

Eine heftige Reaktion auf den GGG.at-Exklusivbericht zum Wien-Konzert zu Bounty Killer gibt es nun auch von den Grünen: „Ich fordere die VeranstalterInnen dazu auf, das am 10. April im Wiener Volksgarten geplante Konzert von Bounty Killer abzusagen“, so Grün-Gemeinderat Marco Schreuder zum Auftritt des jamaikanischen Dancehall-Musikers in Wien.

Die Aufforderung hat seine Gründe, so Schreuder: „In Jamaika werden Lesben und Schwule nach wie vor extrem diskriminiert und verfolgt. Dies passiert auch deshalb, weil Reggae- und Dancehall-Künstler wie etwa Rodney Price alias Bounty Killer, in ihrem Hass auf Homosexuelle sogar zum Mord aufrufen. Leider fällt die jamaikanische Musikszene immer wieder mit solchen Extremismen auf.“

In Deutschland wurden bereits mehrere Bounty Killer-Konzerte abgesagt, das Deutsche Innenministerium hat den Sänger sogar zur Zurückweisung an der Grenze ausgeschrieben: Die Absagen in Deutschland blieben trotz Versprechen des Managements, Hasslieder stünden diesmal nicht am Programm, aufrecht. „Ich hoffe, Wien ist ähnlich konsequent und gibt solchen Hass-Konzerten keinen Platz mehr“, so Schreuder.