Mittwoch, 28. Februar 2024
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Wahlempfehlung für Fischer von HOSI Linz

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Auch die HOSI Linz, die größte Lesben- und Schwulenorganisation Oberösterreichs, gibt eine Wahlempfehlung für den amtiernden Bundespräsidenten Heinz Fischer ab. „Von allen drei KandidatInnen überzeugt uns nur Heinz Fischer wirklich. Er vertritt als einziger die Interessen der lesbischen und schwulen ÖsterreicherInnen“, so Gerhard Friedinger, Vereinssprecher der HOSI Linz.

Die HOSI Linz spricht sich auch ausdrücklich gegen das von Vertretern der ÖVP empfohlene „weiß wählen“, also die Abgabe eines leeren Stimmzettels, aus: „Wer ‚weiss‘ wählt, stärkt nur jene KandidatInnen, die gegen unsere Interessen und Anliegen handeln!“, so Friedinger weiter. „Jedenfalls ist es aber nötig, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Demokratie lebt davon, dass die BürgerInnen ihre Mitbestimmungsrechte auch wahrnehmen! Und immerhin haben die Menschen vor rund hundert Jahren noch massiv dafür gekämpft, dass es ein allgemeines und gleiches Wahlrecht für alle Menschen in diesem Land gibt. Daher: Am 25. April wählen gehen!“, ergänzt Stefanie Niedl, Vereinssprecherin der HOSI Linz.

Ihre Zustimmung für Fischer begründet die HOSI Linz unter anderem mit der Unterstützung Fischers für die Adoption durch Lesben und Schwule. Bei einem Hearing der Grünen sagte er: „Bislang konnte man mir nicht überzeugend erklären, warum eine Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ein so großes Problem darstellt.“

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Barbara Rosenkranz sei nicht wählbar, weil sie sich gegen die Eingetragene Partnerschaft ausgesprochen habe, so die HOSI Linz. In einer Presseaussendung vom 27. März 2008 sagte Rosenkranz, ungleiches könne nicht gleichgestellt werden: „Die Ehe dient dem Schutz der Verbindung von Mann und Frau, weil sie für Kinder offen ist, weil so das Leben weitergegeben wird.“

Rudolf Gehring, dritter Kandidat und Obmann der politisch unbedeutenden „Christlichen Partei Österreichs“ (CPÖ), erklärte im Wahlkampf sogar, das Gesetz über Eingetragene Partnerschaften als Bundespräsident nicht unterschrieben zu haben. Homosexualität sei für ihn ein „Irrweg“ und „nicht angeboren. Es gibt kein entsprechendes Gen in uns, das ist auch wissenschaftlich klar, sondern ist durch alle möglichen Faktoren bedingt“, so Gehring am 15. April gegenüber ORF.at.

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