Zwei Männer in Berliner Cruising-Area brutal überfallen

Cruiser leben in Berlin derzeit offenbar gefährlich: Wie heute bekannt wurde, sind in den letzten Tagen zwei Männer in einem bekannten Cruising-Gebiet überfallen worden. Das berichtet der Berliner „Tagesspiegel“.

Tatort war ein Verbindungsweg im Tiergarten, nahe dem Faulen See. Dieses Gebiet ist eine der bekanntesten Cruising-Areas der deutschen Hauptstadt. Das erste Opfer der unbekannten Täter war Sonntag abend ein 61-jähriger Mann. Er wurde von fünf Unbekannten mit Schlägen und Tritten gequält. Die Täter raubten ihm eine Laptop-Tasche, in der sich auch persönliche Papiere befanden.

Gestern abend, gegen 20.15 Uhr, war ein 33-jähriger Tourist das Opfer unbekannter Täter: An fast derselben Stelle tauchten drei Unbekannte aus der Dunkelheit auf und schlugen dem Mann wiederholt brutal ins Gesicht. Der Mann verlor dabei das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, bemerkte er, dass sein Ausweis, die Bankkarte und sein Handy nicht mehr da waren.

Beim nächstgelegenen Restaurant, einer Burger-King-Filiale, bat er um Hilfe. Die Angestellten riefen Polizei und Feuerwehr. Im Krankenhaus diagnostizierten Ärzte einen Kieferbruch.

Ob die Männer Opfer einer Gruppe wurden, die sich gezielt auf Cruiser spezialisiert hat, konnte die Polizei nicht sagen. Sie machte auch keine Angaben über die sexuelle Orientierung der Opfer.

Es scheint allerdings wahrscheinlich, dass die Täter sich den abgelegenen Teil des Parks absichtlich ausgesucht haben, um ungestört zuschlagen zu können. Außerdem dürften die Unbekannten davon ausgehen, dass sich die Opfer wenier wehren oder gar auf eine Anzeige verzichten, weil sie sich schämen, in einem Cruising-Gebiet überfallen worden zu sein.